Einkaufen ohne Verpackung

Hallo! Hier sind Konni und Anke vom Bunten Blatt.
Wir treffen uns heute zum Einkaufen.

Was wollen wir kaufen?

Obst, Gemüse, Brot, Eier, Butter, Zucker, Nudeln, Nüsse, Käse, Müsli, Schokolade …
Wo können wir das alles kaufen? Na klar – im Supermarkt.
Aber wir ärgern uns oft im Supermarkt und zu Hause.
Warum? Alle Lebensmittel sind verpackt.
Die Lebensmittel sind sogar oft doppelt verpackt: in Papier und Plastik.
Zu Hause packen wir die Lebensmittel aus.
Wir backen, kochen und essen.
Und die Verpackung werfen wir in den Müll.
Wir benutzen die Verpackung nur einmal. Dann ist sie kaputt.
Wir brauchen die Verpackung nicht mehr. Das ist schade.
Wir wissen: Viel Müll belastet und zerstört unsere Umwelt.
Plastik ist besonders schlimm.

Was können wir für die Umwelt tun?

Hier in Würzburg gibt es seit 2 Jahren einen ganz besonderen Laden.
Er heißt „Unverpackt Würzburg“.
Ein Laden ohne Verpackung? Funktioniert das?

Wir sind neugierig und besuchen mit unserer Einkaufs-Liste den „Unverpackt“-Laden.
Die Verkäuferinnen sind sehr freundlich.
Sie freuen sich über unsere Fragen.
Es ist Freitag-Nachmittag. Viele Kunden sind im Laden.

Wie kaufen die Kunden hier ein?

Alle Kunden bringen leere Behälter mit: Gläser mit Deckel, Dosen, Stoffbeutel.
Wir haben auch viele Gläser dabei.
Konni stellt ein leeres Glas auf die Waage.
Sie wiegt das Glas und schreibt das Gewicht auf das Glas: 508 Gramm.
Später an der Kasse bezahlt Konni nur den Inhalt.
Die Verkäuferin an der Kasse wiegt das volle Glas und zieht 508 Gramm ab.

 

 

 

 

 

 

Was können wir hier kaufen?

Konni füllt Müsli in das Glas.
An den Wänden hängen viele große Spender.

 

 

 

 

 

Konni füllt nur so viel Müsli in das Glas, wie sie wirklich braucht. Das ist toll!
Oft kaufen die Leute im Supermarkt zu viel ein, weil die Verpackung so groß ist.

Anke hat nur wenige Behälter dabei.
Kein Problem: Im „Unverpackt“-Laden kann sie Gläser mit Deckel kaufen.
Viele Kunden lassen aber auch leere Behälter für andere Kunden dort und stellen diese Behälter in ein Regal. Davon darf sich Anke einige nehmen, und sie muss nichts dafür bezahlen.

Clara hat unseren Einkauf begleitet. Sie hat viele Fotos gemacht.
Schau mal! Das gibt es im „Unverpackt Würzburg“:

 

 

 

 

 

Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene Produkte – meistens Lebensmittel, aber auch Seife, Duschgel, Zahnbürsten und vieles mehr – alles OHNE Verpackung!

 

Woher kommen die Lebensmittel?

Susanne, die Chefin, erklärt uns:
Die Lebensmittel sollen kurze Wege zum „Unverpackt“-Laden haben, wenn es möglich ist.
Viele Lebensmittel kommen also aus Würzburg und aus der Umgebung.
Die Internet-Seite www.wuerzburg-unverpackt.de erklärt das genauer.
Schaut doch mal nach!
Susanne kennt ihre Lieferanten persönlich.
Sie weiß: Die Lebensmittel sind sehr gut.
Sie sind alle aus biologisch angebauten Pflanzen hergestellt worden. Sie haben „Bio-Qualität“.

Wie kommen die Lebensmittel zum Laden?

Susanne zeigt uns einen riesigen Eimer aus dem Vorratsraum.
Darin bringt der Lieferant die Nudeln.
Der Eimer ist ein Pfand-Eimer.
Das heißt: Er wird ganz oft benutzt – genau wie unsere Behälter. Toll, oder?

Später zu Hause freuen wir uns über die leckeren Einkäufe.
Wir haben alles im „Unverpackt“-Laden gekauft:
Obst, Gemüse, Brot, Eier, Butter, Zucker, Nudeln, Nüsse, Käse, Müsli und sogar Schokolade …
Verpackungs-Müll? Gibt es heute nicht. Darüber freuen wir uns besonders. 

 

Du möchtest auch Lebensmittel ohne Verpackungen einkaufen? Was kannst du tun?

In vielen Städten in Deutschland gibt es schon einen „Unverpackt“-Laden. Schau doch einmal im Internet nach, ob es bei dir in der Nähe auch einen „Unverpackt“-Laden gibt.

So einen Laden gibt es noch nicht in deiner Nähe? Hier sind noch ein paar Tipps für deinen Einkauf:

In manchen anderen Supermärkten kannst du das unverpackte Obst oder Gemüse in selber mitgebrachte Netze einpacken. Diese Netze kannst du dort kaufen und mehrmals wieder verwenden.

Du kannst in manchen Supermärkten deine Wurst oder deinen Käse an der Theke in deine selber mitgebrachte Dose legen lassen. Dann müssen die Verkäufer die Wurst oder den Käse nicht in Papier und/oder Plastik einwickeln.

Jogurt, Milch und Sahne gibt es häufig in Flaschen aus Glas oder in Gläsern. Diese kannst du in den Supermarkt zurückbringen, wenn sie leer sind. Dann können die Flaschen und Gläser gereinigt und wieder verwendet werden.

Hast du auch Ideen, wie wir auf Verpackungen verzichten können? Schreibe uns einen Kommentar. Wir freuen uns über jede Idee und Anregung.

 

Text: Konni und Anke, Fotos: Clara
Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Susanne Waldmann

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