Voll verwöhnt?

Heute erzähle ich dir eine Geschichte. Ich habe die Geschichte letztes Jahr selber erlebt.

 

Es ist Muttertag. Es ist 6:30 Uhr. Ich bin noch nicht richtig wach. Ich höre meine Kinder flüstern :

„PST! Leise! Mama darf nicht aufwachen! Wir wollen Mama heute den ganzen Tag lang verwöhnen .“ Mit einem Knall wird die Tür zu meinem Schlafzimmer zu gemacht. Dann rennen die Kinder die Treppe runter. Die Kinder rennen in die Küche. Ich höre die Teller klappern. Oh nein! Ich will doch ausschlafen. Ausschlafen ist doch mein Muttertags-Geschenk! Müde drehe ich mich um. Ich tue so, als ob ich schlafe.   

„MAMA – Aufwachen! Heute kriegst du Frühstück im Bett!“  Meine Tochter kommt mit den Semmeln. Mein Sohn bringt den Kaffee.  Ich räume meinen Nachttisch ab. Die Kinder stellen alles auf den Nachttisch. „Noch nicht anfangen, Mama. Wir sind noch nicht fertig.“ Die Kinder sausen  in die Küche. Jetzt bringen die Kinder Milch, Butter, Wurst, Käse und Melone. Dann klettern meine Kinder zu mir in mein Bett. „Mama! Machst Du mir ein Teewurstbrot?“ „Mama! Kann ich bitte die Semmeln haben?“ „Mama! Schmeckt es dir?“

Ich nicke müde. Ich beiße in meine Semmel. 

Nach dem Frühstück rufen meine Kinder: „Mama! Jetzt musst du schwimmen gehen! Aber du musst heute ganz alleine gehen.“ Wir gehen am Sonntag immer alle zusammen ins Schwimmbad.

„Ihr geht heute nicht mit ins Schwimmbad? Ich muss ganz allein gehen?“

Meine Kinder nicken. „Wir haben keine Zeit, Mama. Papa auch nicht. Papa muss uns ein wenig helfen.“

Ich sage: „Dann bleibe ich auch zu Hause.“

Meine Kinder rufen: „Nein, Mama, das geht nicht. Du musst schwimmen gehen. Wir machen doch eine Überraschung.“

Zwei Stunden später komme ich wieder nach Hause. Meine Kinder rufen:

 „Mama, wo warst Du so lange? Wir haben das Essen schon so lange fertig! Wir haben Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise gemacht. Du musst alles aufessen.“

Das Mittagessen ist toll. Es gibt: Tomaten-Suppe, überbackenen Toast und Karamell-Pudding. Puh, ist das viel. Aber ich esse alles brav auf. Ich will meine Kinder nicht enttäuschen . Die beiden waren so fleißig und es schmeckt alles sehr gut.

Danach bin ich so satt. Ich will nur noch ins Bett.

„Mama! Wir haben Dir den Liegestuhl in den Garten gestellt!“

Ich nicke. Ich lege mich in den Liegestuhl. Ich kann ja auch im Garten ein wenig schlafen. Mir fallen die Augen zu. Da ruft meine Tochter:

„Mama! Ich habe Dir einen Cocktail gemacht!“

Ich nehme den Cocktail. Ich stelle den Cocktail neben dem Liegestuhl auf den Boden.

„Mama! Du trinkst ja gar nicht!“

Ich trinke den Cocktail. Der Cocktail schmeckt sehr gut. Ich lobe meine Tochter.

Mein Sohn kommt in den Garten:

„Mama, ich habe dir Waffeln mit Eis, Sahne und Schokoladen-Soße gemacht. Die darfst du ganz allein aufessen. Soll ich dir was vorlesen?“

Oh nein, schon wieder essen. Ich kann nicht mehr. Ich liege auch schon viel zu lange in der Sonne. Mein Arme sind ganz rot. Ich habe einen Sonnenbrand.

 

 „Mama! Du musst dich jetzt anziehen. Wir gehen heute ganz allein ins Bett. Du gehst mit Papa ins Kino. Wir haben Karten für dich und Papa gekauft!“

Ich sage: „Eine gute Idee von euch beiden. Ihr seid ganz tolle Kinder.“

Heimlich denke ich:

Nächstes Jahr fahre ich am Muttertag in den Urlaub. Ganz alleine!

Warum?

Verwöhnen ist toll. Aber: So viel Verwöhnen ist auch ein wenig anstrengend.

 

Und du? Wie verwöhnst du deine Mama? Wenn du magst, schreib uns:

info@buntesblatt.de

 

Noch mehr rund um den Muttertag findest du hier:

Fragen rund um den Muttertag

Basteln für den Muttertag: Mobile mit Anhängern aus Salzteig

Bilder: pixabay Text: Sonja

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