Woher kommt meine Augenfarbe?

Als Babys haben wir alle blaue Augen.

Doch nach einigen Monaten verändert sich die Augenfarbe. Das passiert durch winzige Teilchen. Die Teilchen schwimmen im Wasser der Iris. Sie heißen Melanin.

AugenfarbeBild 

Wenn du sehr viel Melanin hast, dann ist deine Iris braun. Bei mittel viel Melanin ist sie grün. Und wenn du nur sehr wenig Melanin hast, dann bleibt deine Iris blau.

 

 

Das Melanin macht auch die Haare und die Haut dunkel. Darum haben Kinder mit braunen Augen oft auch dunkle Haare. Und Kinder mit blauen oder grünen Augen sind oft blond.

 

Gute Reise, ihr Zugvögel!

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Klick auf das Bild! Dann erkennst du die Vögel.

Es ist ein schöner Abend im Herbst. Langsam geht die Sonne unter. Wir sehen das nicht, denn: Wir sitzen am Computer und arbeiten für das Bunte Blatt. Aber dann sind wir fertig mit unserer Arbeit, und plötzlich hören wir draußen komische Geräusche. Erst leise. Dann immer lauter: Es fiept und piepst und zwitschert.
Was ist das? Wer macht die Geräusche? Wir schauen aus dem Fenster und entdecken auf einem Kran sehr, sehr viele Vögel. Der Kran ist groß und rot, aber jetzt sieht er seltsam schwarz aus: Dicht nebeneinander hocken die lärmenden Vögel. Und immer mehr Vögel fliegen herbei und setzen sich dazu.
Und sie fiepen und piepsen und zwitschern. Wir staunen. Dann machen wir ein Foto und wollen wissen: Welche Vögel sind das? Warum treffen sie sich?

Bubi-fragtWelche Vögel sind das?

Wir schauen genau hin: Es sind Stare. Du erkennst sie an ihrem schwarzen Gefieder. In der Sonne schimmert das Gefieder dunkelgrün.
Im Herbst wachsen den Staren neue Federn. Die Federn sind an der Spitze weiß. Das Gefieder sieht dann aus wie einZugvoegel_Star_Zeichnung_1 Sternen-Himmel: schwarz mit vielen weißen Punkten. Daher hat der Star seinen Namen (englisch „star“ = Stern). Stare haben einen Schnabel, der schön gelb leuchtet.
Im Herbst wird der gelbe Schnabel dunkel, fast schwarz. Stare mit dunklem Schnabel siehst du unten auf den Fotos.

Bubi-fragtWarum treffen sich die Stare?

Stare fressen Insekten, Würmer und Raupen, aber auch Früchte und Beeren. Im Frühling und im Sommer finden die Stare bei uns genug Nahrung. Es gibt viele Insekten und Würmer und an den Bäumen und Sträuchern wachsen Früchte und Beeren. Aber im Herbst und Winter wird es in Deutschland und in Nordeuropa kalt. Es gibt hier nichts mehr zu fressen. Stare finden keine Nahrung und fliegen in großen Schwärmen nach Süden. Warum? Dort ist es wärmer und es gibt dort viele Insekten und Würmer. Die Stare können sich satt fressen.
Zugvoegel_Route_Zeichnung_2An der Mittelmeerküste, im Süden, verbringen viele Vögel den Winter. Manche Vogelarten fliegen sogar noch weiter – bis nach Südafrika. Sie heißen „Zugvögel“.
Im Frühling fliegen Zugvögel wieder zurück nach Norden. Hier bauen sie Nester, legen Eier und ziehen ihre Küken und Jungvögel auf.
Im Herbst fliegen sie dann wieder nach Süden.

Bubi-fragtWie schaffen die Zugvögel den weiten Weg?

Im Frühling und im Herbst werden die Zugvögel unruhig. Sie bewegen sich viel. Bald ziehen sie los. Diese Unruhe ist angeboren. Dagegen können die Zugvögel nichts machen. Sie versammeln sich und starten gemeinsam. Wohin? Auch die Flugrichtung und die Route sind angeboren! Das ist beeindruckend, oder? Ich habe mich schon oft mit dem Auto verfahren oder in einer großen Stadt verlaufen. Zugvögeln passiert das nicht! Sie kennen den Weg genau.

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Stare sind „Mittelstrecken -Flieger“. Ihr Weg in den Süden ist 1.000 bis 2.000 Kilometer lang! Mit dem Auto fährst du so eine Strecke in ein bis zwei Tagen. Zu Fuß brauchst du einige Wochen – mit vielen Pausen und Proviant. Und was machen die Stare? Stare und andere Zugvögel bereiten sich auf ihre Reise vor: Sie fressen sehr viel. Dabei entsteht unter der Haut eine Fett-Schicht als Zugvogel-Proviant. Stare fliegen ein bis zwei Wochen bis zum Ziel – mit Pausen. Andere Zugvogel-Arten fliegen ohne Pause.

Eine Idee: Willkommen, ihr Stare!

Zugvoegel_Star_Zeichnung_3Wenn die Stare im Frühling zurück nach Europa fliegen, dann freuen sie sich über einen sicheren Platz für den Nestbau und das Brüten. Ein „Starkasten“ (= Nistkasten) hilft den Staren. Wichtig: Das Loch muss nach Osten oder Südosten zeigen. Der Nistkasten muss sehr hoch hängen. Katzen und andere Tiere oder neugierige Menschen dürfen die Stare nicht stören.

Kennst du noch mehr Zugvögel? Was weißt du noch über Zugvögel?
Schreib uns einen Kommentar zum Text! Wir freuen uns.

 

Text: Anke und Konni, Fotos: privat, Zeichnungen: Dieter Haas

Muhamad aus Syrien

Das sind Muhamad und Jonas. Sie sind Freunde.

Muhamad kommt aus Syrien und ist seit 6 Monaten in Deutschland.

2015_07_07 Muhamad Freund

2015_07_07 Niederbayern Karte - 2Jonas kommt aus Bogen bei Straubing. Sie verstehen sich gut. Jonas sitzt in der Schule neben Muhamad und wohnt nicht weit weg von Muhamads Haus. Jonas wohnt mit seinen Eltern und Geschwistern in einem großen Haus.

Muhamad lebt mit 37 Personen in einem Haus mit Menschen aus Arabien, Afghanistan, dem Kongo, Nigeria und dem Iran. Er wohnt mit seinem Vater in einem Zimmer. Es gibt nur eine Küche mit zwei Kochherden, die müssen sich die Bewohner teilen.

Warum wohnt Muhamad nur mit seinem Vater in Bogen?

Muhamads Mutter ist mit seinen zwei jüngeren Geschwistern noch in Jordanien. Das macht Muhamad oft traurig und deshalb kann er sich auch nicht immer so gut in der Schule konzentrieren.

2015_07_07 Syrienkarte - 2In Muhamads Heimat ist ein schlimmer Krieg. Sein Haus ist zerstört und es ist nun viel zu gefährlich, dort zu wohnen. Viele Leute mussten fliehen. Er hört oft, wie sein Vater mit seinen beiden Mitbewohnern, die auch aus Syrien kommen, über den Krieg spricht. Es sind schon viele Freunde und Verwandte gestorben. Muhamads Vater macht sich auch viele Gedanken, wie es weitergehen soll: ob er in Deutschland bleiben kann, ob er einen Pass bekommt und ob er später Arbeit findet. Dann endlich können auch seine Mama und seine Geschwister nach Deutschland kommen und bei ihnen wohnen. Das wäre super!

Jonas sagt jeden Tag zu seinem Freund: „Du musst Deutsch lernen, damit wir dich besser verstehen können und du in der Schule besser mitkommst.“ Er hilft ihm manchmal bei der Hausaufgabe und auch in der Schule. In der Schule gibt es freundliche Menschen, die Muhamad helfen, schneller Deutsch zu lernen. Er bekommt Förderunterricht in der Schule und wird einmal in der Woche von einer ehrenamtlichen „Sprachpatin“ betreut.

Muhamad hat im Heim zwei große Freunde, Juman und Fauzi. Das sind zwei Studenten aus Syrien, die auch im Heim wohnen. Sie möchten gerne in Deutschland studieren, Juman Politik und Fauzi Jura. Das hat Fauzi schon in Syrien getan, als dort noch kein Krieg war. Die beiden üben jeden Abend mit Muhamad und seinem Papa Deutsch, sie sind auch mit ihm zum Augenarzt gegangen und haben ihm Turnschuhe besorgt. Die Turnschuhe braucht Muhamad, weil er jetzt im Fußballverein von Oberalteich ist.

Jonas hat Muhamad gefragt: „Spielst du gerne Fußball?“. Da hat Muhamad gestrahlt: „Ja, das ist mein Lieblingssport, das habe ich in Syrien auch gespielt“. Jetzt holt Jonas ihn jeden Mittwoch ab. Muhamad wird vom Trainer sehr gelobt, er ist ein schneller Mittelstürmer. Im Verein hat er auch neue Freunde gefunden, die ihn schon zum Geburtstag eingeladen haben.

2015_07_07 Muhamad Fussball Jetzt geht es Muhamad schon viel besser, weil er nicht mehr so oft alleine mit den Erwachsenen im Heim ist. Sein Deutsch hat sich auch schon sehr verbessert.
Muhamad weiß nicht, ob er in Deutschland bleiben wird. Sein Land war vor dem Krieg sehr schön. Muhamads Vater hofft, dass es bald wieder Frieden gibt und dass sie in ihre Heimat zurückkehren können. Aber das kann noch sehr lange dauern.

Bis dahin wollen seine Lehrer, seine Freunde und Jonas Muhamad helfen, dass er sich in Bogen ein wenig wie zu Hause fühlt. Er soll öfter so fröhlich sein wie beim Fußballspielen mit seinen neuen Freunden.

(Text und Fotos: H. Weber; Bilder: D. Haas)

Unsere Augen

Unsere Augen

 

Bubi-fragt

Das Bunte Blatt fragt: „Warum haben wir eigentlich Augen?“

 

Klar! Das weißt du bestimmt: Wir brauchen unsere Augen, damit wir SEHEN können!

ABER: Weißt du auch, wie das mit dem Sehen geht oder wie die Bubi-Tippganzen Teile am Auge heißen?

Das möchten wir dir heute erklären…

1. Teile des Auges (außen):

Es gibt Teile des Auges, die wir sehen können. Entweder bei anderen oder bei uns selbst, wenn wir in den Spiegel schauen. Diese Teile schützen das Auge von außen:

Teile des Auges

Teile des Auges

  • Die Augenbraue: sie schützt unser Auge zum Beispiel beim Schwitzen. Es kann kein Schweiß ins Auge laufen.
  • Die Wimpern: sie schützen unser Auge zum Beispiel vor Staub. Staub kann in den Wimpern hängen bleiben.
  • Das Augenlid: es schützt unser Auge oft, weil es schnell zugeht. Das Augenlid schließt sich zum Beispiel, wenn eine Fliege auf das Auge zufliegt.

Diese Teile sind wichtig zum Sehen:

  • Die Regenbogenhaut (=Iris) mit der Pupille: Durch sie kommt Licht ins Auge. Denn wir können nur sehen, wenn Licht in unser Auge kommt. Ist es ganz dunkel, können wir auch nichts sehen.
  • Die Pupille entscheidet, wie viel Licht ins Auge kommt:
    ⇒ Wenn es dunkler wird, wird sie größer, damit mehr Licht ins Auge kommt. Dann können wir auch bei wenig Licht noch etwas sehen.
    ⇒ Wenn es heller wird, wird sie kleiner, damit nicht zu viel Licht ins Auge kommt. Wir werden dann nicht geblendet.

2. Wie können wir nun sehen?

Es gibt auch Teile des Auges, die wir nicht einfach so sehen können. Sie sind nämlich hinter der Pupille:Sehen konkret mit Katze

 

 Vor uns sitzt zum Beispiel eine Katze.

 

Zuerst kommt das Bild der Katze als Licht durch die Pupille.

Dieses Licht kommt dann auf die Linse und geht danach weiter auf die hintere Wand des Auges, die Netzhaut. Auf der Netzhaut entsteht dann ein erstes Bild von dem was wir sehen.

Denn dort sind viele kleine Sinneszellen (=Nervenzellen). Diese Sinneszellen können unterscheiden, ob das, was wir sehen, hell oder dunkel ist und welche Farbe es hat.
Zum Beispiel, dass die Katze hellbraun ist.

Die Sinneszellen schicken diese Informationen weiter über den Sehnerv an das Gehirn. Unser Gehirn fügt dann alle Informationen zu einem Bild zusammen:

Bubi-Tipp

⇒ WIR SEHEN EINE KATZE!

 

Zusatzmaterial Arbeitsblatt Auge zeichnen

Ein „Blumen-Meer“ für Flüchtlinge

Aus der DKKS Würzburg

In fast 30 Ländern der Erde gibt es im Moment Krieg. Zum Beispiel in Syrien, in der Ukraine oder im Süd-Sudan. Viele Menschen fliehen, wenn in ihrer Heimat Krieg herrscht oder wenn sie sehr arm sind. Sie unternehmen dabei gefährliche Reisen – durch die Wüste und über das Meer.

Wir haben in den Nachrichten gehört und gesehen: Seit diesem Frühling 2015 sind besonders viele Menschen auf der Flucht. Und über 1000 Flüchtlinge sind in einer einzigen Woche im Mittelmeer ertrunken. Ihre Boote waren alt, kaputt oder überfüllt.

Es tut uns leid, dass so viele Flüchtlinge gestorben sind. Wir wünschen uns Frieden für die Welt, damit niemand mehr sein Land verlassen muss und dabei sein Leben riskiert. Diesen Frieden wollen wir auch untereinander aufbauen.

Wir haben an die Flüchtlinge erinnert und Blumen mit in die Schule gebracht. Viele Schüler, Lehrer und Mitarbeiter haben sich in der Aula der Dr.-Karl-Kroiß-Schule versammelt. Sehr aufmerksam hörten sie zu.

NBlumenmeer Foto1ach den Rede-Beiträgen gingen alle schweigend in den Pausenhof. Dort haben wir unsere Blumen niedergelegt. So entstand unser Blumen-Meer.

 Blumenmeer Foto4Text und Fotos: Anke, buntesblatt.de

Frau Holle

Frau Holle

(nach einem Märchen der Brüder Grimm)

Märchen sind erfundene Geschichten.

Eine Frau hat zwei Töchter. Beide heißen Marie. Eine Marie ist hässlich und faul, die andere ist schön und fleißig. Die Frau mag nur ihre hässliche und faule Tochter. Die andere Tochter muss viel arbeiten.

Märchen werden überall auf der Welt erzählt und gesammelt.
Die bekanntesten Märchensammler sind die Brüder Grimm.

Jeden Tag sitzt die fleißige Tochter neben dem Brunnen und schält Kartoffeln. Am Abend will sie ihr schmutziges Messer waschen. Dabei fällt das Messer in den Brunnen. Das Mädchen weint und läuft nach Hause. Die Mutter wird böse und schimpft: „Du hast das Messer verloren, jetzt hole es auch wieder!“

Ängstlich läuft das Mädchen zurück zum Brunnen. Marie überlegt verzweifelt: „Was kann ich tun?“ und springt in den Brunnen. Marie wird ohnmächtig.

Als sie wieder aufwacht, liegt sie auf einer schönen Wiese. Wo ist das Messer? Marie macht sich sofort auf die Suche. Sie kommt zu einem Backofen. Im Ofen liegen viele Brote. Sie hört: „Zieh uns heraus. Wir sind fertig gebacken.“ Schnell holt sie alle Brote aus dem Ofen.

Marie geht weiter und kommt zu einem Apfelbaum.

Berühmter Märchenanfang:
„Es war einmal ….“

„Schüttel mich. Meine Äpfel sind alle reif.“ Marie schüttelt den Baum und sammelt die Äpfel ein.

In Märchen gibt es immer eine gute Figur und eine böse Figur.
Die gute Figur muss viele Prüfungen bestehen, aber am Ende gewinnt sie immer.

Sie geht weiter und kommt zu einem Haus. Eine alte Frau guckt heraus. Sie sagt freundlich: „Hab keine Angst, liebes Kind. Ich bin Frau Holle. Du kannst bei mir wohnen, wenn du jeden Tag meine Bettdecke fest schüttelst. Dann schneit es auf der Erde.“

Die fleißige Marie erledigt alle Arbeiten und Frau Holle ist sehr zufrieden mit ihr. Als Marie wieder nach Hause möchte, zeigt Frau Holle ihr den Weg durch ein Tor. Marie geht durch das Tor. Da regnet es lauter Gold! Frau Holle lächelt und sagt: „Das Gold ist deine Belohnung, weil du mir so fleißig geholfen hast.“ Sie gibt Marie ihr Messer zurück und das Tor schließt sich.

Marie geht mit dem ganzen Gold nach Hause.

Im Märchen gibt es oft bekannte Sprüche, die immer wieder vorkommen:
z.B. „Kikeriki, unsere Goldmarie ist wieder hie!“

Auf dem Hof kräht der Hahn freudig:
„Kikeriki, unsere Goldmarie ist wieder hie!“

Frau Holle und Goldmarie
 Im Märchen sind oft erfundene Figuren:
z.B. Hexe, Fee, Geist, sprechende Tiere, Drache, Zwerge, Zauberer …

Die Mutter und die andere Marie begrüßen die fleißige Marie freundlich, weil sie so viel Gold dabei hat. Sie wollen genau wissen, wie Marie das Gold bekommen hat. Marie erzählt alles. Die Mutter sagt zu ihrer faulen und hässlichen Tochter: „Geh auch zu Frau Holle. Dann bekommst du auch viel Gold und wirst reich.“

Die faule Marie geht zum Brunnen mit den Kartoffeln. Aber sie ist faul und will die Kartoffeln nicht schälen. Sie wirft das Messer einfach in den Brunnen und springt hinterher. Auch die faule Marie wird ohnmächtig und wacht auf der schönen Wiese wieder auf. Sie geht los.

Berühmtes Märchenende:
„… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“

Auch sie kommt zum Backofen – aber die faule Marie will die Brote nicht herausholen. Auch sie kommt zum Apfelbaum – aber die faule Marie will die Äpfel nicht einsammeln. Auch sie kommt zu Frau Holle – aber die faule Marie will die Bettdecke nicht schütteln.

Aus Märchen können wir etwas lernen:
z.B. Wer fleißig ist, bekommt am Ende eine Belohnung!

Frau Holle ist mit ihrer Arbeit nicht zufrieden und zeigt ihr den Weg durch das Tor. Die faule Marie freut sich auf den Goldregen. Aber als die faule Marie durch das Tor geht, regnet es kein Gold. Es regnet Pech, bis die faule Marie ganz schwarz und klebrig ist! Frau Holle sagt: „Das ist dein Lohn!“ Das Tor schließt sich.

Die faule Marie geht nach Hause zurück.

 Auf dem Hof kräht der Hahn schadenfroh: „Kikeriki, unsere Pechmarie ist wieder hie!“Frau Holle und Pechmarie

Frau Holle und Pechmarie
Text: Konni & Carola; Bilder: Carola

Noch mehr Märchen im Bunten Blatt findest du hier:
Schneewittchen
Der Froschkönig
Aschenputtel
Die Sterntaler

 

Experiment Regenbogen

Hol dir den Regenbogen ins Zimmer!

Mario hat am Himmel einen Regenbogen gesehen. Regenbögen sieht man selten. Du kannst an einem sonnigen Tag alle Regenbogenfarben in dein Zimmer zaubern. Probiere es aus!

Du brauchst:

  • weißes Papier
  • ein Glas
  • Wasser
  • eine Schere
  • Pappe (Din A4)
  • Tesafilm

Diesen Versuch kannst du nur machen, wenn die Sonne schräg in dein Zimmer fällt. (vormittags oder nachmittags)

Was musst du machen?

  1. Lege das weiße Papier auf ein Fensterbrett in der Sonne.Experiment Regenbogen 1
  2. Schneide in die Pappe einen Schlitz, der so groß ist: 9 cm breit, 1 cm hoch
  3. Klebe die Pappe so an das Glas wie auf dem Bild.
  4. Stelle das Glas auf das weiße Papier. Die Sonne soll durch den Schlitz fallen.
  5. Fülle das Glas bis zum Rand mit Wasser.

Was kannst du nun sehen?

Experiment REgenbogen 4 Experiment Regenbogen 2Experiment Regenbogen 3

 

 

 

Auf dem weißen Papier kannst du nun die Farben des Regenbogens sehen.

 

Warum kannst du alle Farben sehen?

Bubi-fragtDas Sonnenlicht besteht aus mehreren Farben. Alle zusammen erscheinen weiß. Das Licht im Versuch wird an der Wasseroberfläche und am Glas von seinem Weg abgelenkt. Dabei wird es in einzelne Farben zerlegt. Man sagt auch: „Das weiße Licht wird gebrochen.“ Du siehst alle Farben des Lichtes.

 

Klettern macht Spaß

Jeder ist schon mal irgendwo hoch geklettert. Auf einen Baum oder auf ein Klettergerüst am Spielplatz. Aber es gibt noch eine andere tolle Möglichkeit zu klettern: in einer Kletterhalle!

Hallenklettern:

HallenkletternIn einer großen Halle sind bunte Griffe an die Wände geschraubt. Hier kannst du auch bei schlechtem Wetter klettern!

Wenn du an der Wand hochkletterst, benutzt du immer gleichfarbige Griffe, zum Beispiel immer grüne Griffe. Das ist dann die grüne Route. Es gibt leichte und schwere Routen. Zahlen von 1 bis 10 sagen dir, wie schwer die Route zu klettern ist.

 

Beim Bouldern liegen weiche Matten am Boden.

Bouldern

Nennt man das Klettern auf niedrigen (künstlichen) Felsen. Es gibt keine Sicherung durch Seile, aber weiche Matten am Boden. Hierbei klettert man nicht so hoch.

 

 

Sicherheit

ist beim Klettern sehr wichtig! Wenn du hoch klettern möchtest, brauchst du einen Partner, der dich mit dem Seil sichert. Das Sichern muss dein Partner natürlich richtig gut lernen! Am besten übt man es in einem Kletterkurs.

Sichern

 

KletternAusrüstung:

Du brauchst einen Klettergurt, ein langes Seil und rutschfeste Kletterschuhe. Meistens kann man die Ausrüstung in der Kletterhalle leihen.

Karabiner

sind die Metallstücke, an denen du das Seil einhängst. Wenn du stürzt, fällst du nicht tiefer als der letzte Karabiner.

 

Knoten

lernst du gleich am Anfang. Mit einem doppelten Achterknoten bist du fest am Seil angebunden! Er sieht wie eine 8 aus.

Probiere ihn gleich mal aus!

 

Partnercheck:

Bevor du loskletterst, kontrolliert dein Partner, ob alle Knoten sicher sitzen. Und du kontrollierst deinen Partner, ob er das Seil zum Sichern richtig befestigt hat. Dann geht’s los!

  

 

Kletterkurse

machen Spaß! Jeder kann in der Halle klettern. Im Kurs lernst du, wie du richtig sicherst und am besten kletterst. Manchmal gibt es auch Angebote für Schulklassen. Frag doch mal in einer Kletterhalle in deiner Nähe nach, ob sie einen Kletterkurs anbieten.

Klettern ist anstrengend – aber es macht auch riesig Spaß!

Schau doch mal auf diese Homepage, da gibt es viele Infos zum Klettern:

Deutscher Alpenverein – Jugend:    http://www.jdav.de

Tiere daheim: Der Schäferhund

Schäferhund Rico und seine Hundefreundin Lilli

Hallo Kinder!Rico und Lili von der Seite

Ich heiße Rico und bin 8 Jahre alt. Ich wohne zusammen mit meinem Frauchen und meinem Herrchen in einem Haus mit Garten. Meine beste Freundin heißt Lilli. Lilli und ich haben jeder ein Körbchen. Von unseren Körbchen aus können wir alles gut beobachten.

Dreimal in der Woche werden wir gebürstet. Unser Essen besteht aus Fleisch mit Gemüse oder Nudeln. Unsere Familie macht jeden Tag lange Spaziergänge mit uns. Ich brauche viel Bewegung, sonst wird mir langweilig.

Ich bin ein Deutscher Schäferhund. Ich bin intelligent und lerne gerne neue Tricks. Ich kann Pfötchen geben und „Hallo“ sagen: „Wuff, wuff“.

 Interessantes über den Deutschen Schäferhund

Bubi-TippDer Deutsche Schäferhund ist stark und lebhaft. Deshalb muss er sich viel bewegen und dazu braucht er Platz. Wenn er sich zu wenig bewegt, wird er nervös und feige. Dann kann er für Menschen gefährlich werden.
Weil Schäferhunde sehr intelligent sind, können sie viele Aufgaben übernehmen. Schäferhunde arbeiten als Polizeihund, Wachhund, Spürhund, Rettungshund, Blindenhund und Begleithund. Deshalb hat diese Rasse eine große Bedeutung für den Menschen.

Wenn mein Frauchen in der Küche die Zeitung fertiggelesen hat, bringe ich sie zu meinem Herrchen ins Wohnzimmer.

Ich bin auch ein ausgebildeter Schutzhund. Ich kann meine Familie gegen Angreifer beschützen. Dafür musste icSchäferhund Rico mit seinem Frauchen und seinem Pokalh eine besondere Prüfung machen. Das war gar nicht so leicht.

Außerdem bin ich ein guter Sportler. Auf dem Bild könnt ihr mich mit meinem Pokal sehen. 5 Jahre lang habe ich als Therapiehund mit behinderten Menschen gearbeitet. Da habe ich zusammen mit meinem Frauchen behinderte Kinder besucht. Die haben sich immer gefreut, wenn ich gekommen bin.

Wenn wir zu Hause Besuch haben, trage ich Schuhe in mein Körbchen. Für jeden Besucher einen Schuh. Dann weiß mein Frauchen genau, wie viele Leute uns an dem Tag besucht haben.

So, jetzt muss ich mich von euch verabschieden. Mein Frauchen will mit Lilli und mir die Kinder in der Schule für Hörgeschädigte in Würzburg besuchen. Wir gehen nämlich einmal im Monat mit den zweiten Klassen in den Wald. Dann dürfen die Schulkinder ausprobieren, welche Tricks ich wieder gelernt habe.

Tschüss oder „wau, wau“

Schäferhund Rico mit seiner Hundefreundin Lilli liegen auf der Wiese

 

Steckbrief

Rasse

Deutscher Schäferhund

Herkunft

Deutschland

Schulterhöhe

55 – 65 cm

Gewicht

35 – 40 kg

Farben

schwarz-braun, schwarz

Pflegeaufwand

mittel

Auslauf

hoch

Lebenserwartung

10 bis 12 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text: Konni; Bilder: privat