„Die Schule war meine zweite Heimat“

Andreas P. besuchte die Dr. Karl-Kroiß-Schule – kurz „DKKS“.
Das ist eine Förderschule mit dem Förder-Schwerpunkt „Hören und Komunikation“.
Dort lernen Kinder und Jugendliche mit einer Hörschädigung in kleinen Klassen
und mit besonderes ausgebildeten Lehrern.

Andreas P. ist heute 30 Jahre alt.
Er ist Winzer und arbeitet im Weingut Juliusspital Würzburg.

Wir wollten Andreas P. eigentlich gern persönlich interviewen.
Leider war ein Treffen nicht möglich, denn wegen der Corona-Pandemie gab es die Kontakt-Verbote.
Aber Andreas P. hat unsere Fragen schriftlich beantwortet.
Und er hat uns auch tolle Fotos zur Verfügung gestellt, die wir hier veröffentlichen dürfen.
Dafür danken wir sehr!

Welche Hörschädigung haben Sie?

„Ich bin hochgradig schwerhörig.
Meine Schwerhörigkeit wurde mit 5 Jahren festgestellt.
Ich trage 2 Hörgeräte.“

 

Welche Erinnerungen haben Sie noch an Ihre Schulzeit?

„Ich habe nur gute Erinnerungen an meine Schulzeit.
Die Schule war meine zweite Heimat.“

 

Wie und wo ging es nach der Schulzeit weiter?

„Ich habe 2007 meine Ausbildung zum Winzer
in einem kleinen Familien-Weingut in Nordheim gemacht.“

 

 

Wie kamen Sie auf die Idee, diesen Beruf zu wählen?

„Ich bin durch meine Tante auf den Beruf Winzer gekommen.
Da wir zu Hause auch Weinberge haben,
bin ich von klein an damit aufgewachsen.“

 

 

Wie haben Sie Ihre Ausbildungszeit erlebt?

„Ich hatte das Glück, dass ich eine kleine Berufsschulklasse hatte.
Und ich habe auch einen tollen Ausbildungsbetrieb erwischt.
Meine Klassenkameraden und Arbeitskollegen waren super.“

 

 

Welche Erfahrungen machen Sie als Mensch mit Hörschädigung mit Kollegen oder Kunden (z.B. in der Kommunikation)?

„Sie sprechen manchmal zu schnell und leise.
Teilweise auch undeutlich und verdecken den Mund ab und zu.
Sichtkontakt war teilweise nicht vorhanden.“

 

Welche Pläne oder Wünsche haben Sie für die nächsten Jahre?

„Dass man sein Leben noch lange und gesund genießen kann
und viele schöne Jahre hat.“

 

Zurück zur Schulzeit: Haben Sie etwas vermisst? Was hätte besser laufen können?

„Für mich ist damals alles gut gelaufen
und es waren auch echt schöne 11 Jahre,
es war fast meine zweite Familie in Würzburg.“

 

Haben Sie einen Rat oder Wunsch für unsere Abschluss-Schüler?

„Immer nach vorne schauen und positiv denken.
Man sollte sich nicht verrückt machen später in seinem Berufsleben.
Was ich geschafft habe, schaffen auch andere.“

 

 

Haben Sie zum Schluss für uns noch eine lustige Geschichte aus Ihrer Schulzeit in der DKKS?

„Da gibt es so viele schöne Geschichten,
weil es einfach die schönsten 11 Jahre auf der Schule waren
und es waren auch die besten Lehrer dort.“

 

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und freuen uns über die Komplimente!
Wir wünschen auch Andreas P. alles Gute für die Zukunft!

Interview: Anke
Fotos: Andreas P.

Der Elch

Lange Zeit gab es bei uns in Deutschland keine Elche mehr. In den letzten Jahren wurden diese mächtigen Tiere aber wieder öfter bei uns in Deutschland gesehen. Deshalb kannst du hier einige interessante Informationen über Elche lesen.

 

 

 

Zu welcher Familie gehören Elche?

 


Elche gehören zu der Familie der Hirsche. Sie sind aber viel größer als die Hirsche, die wir bei uns schon gesehen haben. Elche haben eine Schulter-Höhe von über zwei Metern. Sie sind damit größer als ein Pferd. Das liegt an ihren langen, schlaksigen Beinen. Der Körper ist im Vergleich dazu eher kurz.

Elche dürfen wir nicht mit Rentieren verwechseln. Beide gehören zur Familie der Hirsche und leben vorwiegend im Norden von Europa. Sie haben aber ein unterschiedliches Aussehen (Ein Elch ist deutlich größer und schwerer als ein Rentier) und andere Verhaltensweisen (Rentiere sind Herdentiere und Elche sind Einzelgänger).

Der weibliche Elch heißt „Elchin“ oder „Elchkuh“, der männliche Elch heißt „Elchhirsch“ oder „Schaufler“. Die Jungtiere heißen „Elchkälber“.

 

Wo leben Elche?

 

Elche mögen gerne kühlere Temperaturen. Deshalb leben sie vorwiegend im Norden von Europa, Asien und Nordamerika. Früher gab es bei uns noch mehr Wald. Da lebten auch bei uns noch mehr Elche.

Heute kommen aber wieder wandernde Elche aus Osteuropa (zum Beispiel aus Polen und Tschechien) nach Deutschland. In Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder in Ostbayern können manchmal Elche entdeckt werden.

Über ein Jahr lang lebte zum Beispiel der Elch „Knutschi“ in Deutschland. Im August 2009 tauchte er plötzlich mitten in der Stadt Chemnitz auf.  Er flohvor der Polizei und sprang  über einen 1,50 Meter hohen Zaun. Dann zog er weiter durch Thüringen nach Hessen. In der Nähe von Kassel hat ihn endlich jemand gefangen und in einem Tierpark gebracht.

 

Was können Elche gut?

 

Elche können sehr weit wandern. Mit ihren langen Beinen können sie über Hindernisse steigen oder springen. Auch auf feuchten Böden oder auf Schnee können sie gut laufen. Dabei helfen ihnen ihre besonderen Hufe: Zwischen den beiden Hufteilen haben Elche eine Haut Die können sie spreizen. Diese Haut ist wie eine Schwimmhaut, und der Huf sinkt nicht so tief ein.

 

 

Elche sind auch gute Schwimmer. Im Sommer durchschwimmen sie zum Beispiel die Flüsse „Oder“ und „Neiße“. Sie können schneller schwimmen als ein Paddler in seinem Boot paddeln kann.

Elche können auch sehr gut tauchen. Bis zu 6 Meter tief kann ein Elch tauchen. Dabei bekommt keine Probleme, denn er kann seine Nasenlöcher verschließen. Er hält dazu auch die Luft an. Er ist die einzige Hirschart, die unter Wasser äsen kann.

Elche können auch sehr hoch springen. Sie springen ohne Anlauf bis zu 2 Meter hoch. Sie bewegen sich normalerweise sehr langsam – wie in Zeitlupe. Wenn man sie aber bedroht, greifen sie blitzschnell an. Sie sind nicht so friedliebend wie sie aussehen. Elche können schnell aggressiv werden und greifen dann auch Menschen an. Sie können ganz schön kräftig mit ihren Hufen zutreten. Damit können gesunde und starke Elche auch Wölfe und Bären besiegen.

 

Was fressen Elche?

 

Elche fressen hauptsächlich Gras, junge Baumtriebe und Wasserpflanzen. Sie können sehr viel fressen. Im Sommer sind es 32kg Nahrung, und im Winter sind es nur 15kg. Im Schnee finden sie nur wenig Futter. Elche fressen aber auch gerne Äpfel, die schon ein bisschen verfault sind. Von den faulen Äpfeln bekommen sie einen Schwips. Schon oft haben Menschen betrunkene und torkelnde Elche beobachtet.

 

Was ist ein „Elchtest“?

 

Elche bleiben sehr gerne auf den Straßen stehen. Dann werden sie häufig von Autos überfahren. Bei diesen Unfällen sind auch schon viele Menschen gestorben. Ein Autotest ist deshalb nach den Elchen benannt: der Elchtest. Dabei muss ein Auto so fahren, als ob es sehr plötzlich um einen Elch herum fahren muss.

 

Wie schwer ist ein Elch-Geweih?

 


Elchhirsche tragen ein Geweih. Damit können sie andere männliche Elche verjagen, wenn sie auf der Suche nach einem weiblichen Elch sind. Das Geweih hat große Schaufeln. Es wiegt ungefähr 20 kg. Das schwerste Geweih von einem Elch wog 36kg! Damit Elche das schwere Geweih tragen können, haben sie kräftige Muskeln auf dem Rücken. Elche werfen ihr Geweih im Winter ab, weil sie dann weniger Gewicht herumtragen können. Im Frühjahr wächst ein neues nach.

 

Paarung und Lebenserwartung

 

Nach der Paarung im Herbst trägt die Elchkuh neun Monate lang ihre Jungen im Bauch, bevor sie ein bis zwei Junge bekommt.

Die Lebenserwartung liegt bei 8-10 Jahren, selten auch bis 16 Jahre. In Gefangenschaft liegt das Höchstalter bisher bei 27 Jahren.

 

 

Text: Konni              Fotos: Louisa Engelskirchen

 

 

 

 

 

 

 

Schulstreik für das Klima …!?

Seit über einem Jahr gibt es (oder gab es vor „Corona“) auch in Deutschland in den größeren Städten von Schülerinnen und Schülern freitags „Schulstreiks für das Klima“. Aber wie hat das Ganze angefangen? Und was wollen all die Menschen?

Um das zu erklären, musst du wissen, wer Greta Thunberg ist und was sie und viele andere Menschen wollen.

Wer ist Greta Thunberg?

Greta Thunberg ist ein 17-jähriges Mädchen aus Schweden. Sie will, dass mehr für den Klimaschutz getan wird.

Viele wissen dabei gar nicht, dass Greta mit dem „Asperger-Syndrom“ geboren ist. Es fällt ihr deshalb schwer, die Gefühle und das Verhalten von anderen Menschen zu verstehen. Sie selbst glaubt, dass sie ohne ihr Asperger-Syndrom vielleicht auch nicht so hart für den Klimaschutz kämpfen würde. Für Greta gibt es keine Zwischenlösungen und keine Ausreden – es muss JETZT etwas getan werden!

Was ist überhaupt KLIMA? Und warum verändert es sich?

Mit Klima ist das Wetter an einem Ort gemeint (Sonne, Regen, Schnee, …). Klima ist davon abhängig, wo wir wohnen. Also in den Bergen oder am Meer oder in der Wüste oder … oder … Das Klima hängt aber auch davon ab, wo wir auf der Erdkugel wohnen. Also, ob wir etwa auf der Südhalbkugel oder auf der Nordhalbkugel wohnen. Das Klima ist überall auf der Erde anders. Das Klima auf der Erde kann sich ändern. Normalerweise passiert das nur sehr langsam. Zur Zeit gibt es aber einen „Klimawandel“. Das heißt, das Klima verändert sich sehr schnell. Viel zu schnell. Die Erde wird also schneller wärmer, als es „normal“ ist. So kommt es zu mehr Stürmen, Dürren, Überschwemmungen und das Eis an den Polen (Nordpol und Südpol) schmilzt. Schuld daran sind wahrscheinlich wir – also die Menschen.

Aber WARUM ist das so?

Um die Erde ist eine Hülle, eine Schutzhülle. Man nennt diese Hülle „Atmosphäre“.

Die Atmosphäre ist wichtig für unser Klima. In der Hülle sind viele verschiedene Gase. So auch das Gas Kohlenstoffdioxid (= CO2). CO2 ist in der Luft, obwohl wir es nicht sehen, nicht riechen und nicht schmecken können. Menschen und Tiere atmen das Gas aus. Pflanzen verwandeln das Gas in Sauerstoff. Den Sauerstoff brauchen wir dann wieder zum Atmen. Durch das CO2 auf der Erde wird es warm. Das CO2 in der Atmosphäre hält aber auch die Wärme auf der Erde. Das ist an sich gut. Wenn es aber zu viel CO2 gibt, dann wird die Erde wärmer.

Zum Beispiel wenn wir Strom verbrauchen oder mit dem Flugzeug fliegen oder mit dem Auto fahren und wenn wir viele Dinge kaufen, dann kommt mehr CO2 in die Luft. Das passiert, weil Kohle, Erdgas und Öl verbraucht werden und das wieder CO2 frei setzt. Wenn wir aber mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, verbrauchen wir kein CO2. Wenn wir mit dem Bus oder der Bahn fahren, verbrauchen wir CO2. Aber da viele Menschen mit dem Bus oder der Bahn fahren, ist es weniger CO2 als alleine mit dem Auto.

Man spricht auch von unserem „CO2-Fußabdruck“. Damit ist gemeint, wie viel CO2 jeder von uns verbraucht. Also je nach dem, was wir essen, wie viel und was wir einkaufen, ob wir mit dem Auto oder dem Fahrrad fahren und und und …

Greta und der Klimawandel

Mit 8 Jahren hörte Greta zum ersten Mal von dem Klimawandel in der Schule und auch, dass wir Menschen daran Schuld haben. Sie fing zum Beispiel an Strom zu sparen, indem sie öfter das Licht ausmachte oder auch kein Fleisch mehr aß.

Aber Greta wurde schnell klar, dass sie mehr Menschen zum Umdenken bringen muss. In der ganzen Welt bekannt wurde sie vor allem durch ihren Schulstreik. Am 20. August 2018 begann sie alleine vor dem schwedischen Reichstag mit ihrem Schulstreik. Dabei zeigte sie ein riesiges Plakat auf dem stand „Skolstrejk för klimatet“ (= Schulstreik für das Klima).

Anfangs streikte Greta 3 Wochen lang jeden Tag. Danach wurde es immer nur ein Tag in der Woche, um in der Schule nicht zu viel zu verpassen. Später ging sie dann erst einmal nicht mehr in die Schule. Greta fragt sich, warum sie für eine Zukunft lernen soll, die es bald nicht mehr geben wird.

„Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute“ (Greta Thunberg im Oktober 2018 auf einer Klima-Demonstration in Helsinki, Finnland).

Außerdem sagt Greta, dass die Erwachsenen sich nicht um die Zukunft kümmern und sie sich deshalb auch nicht an die Regeln der Erwachsenen halten müsse.

Mit „Schulstreik für das Klima“ will sie die Menschen wachrütteln und auf den Klimawandel aufmerksam machen.

Greta wurde zum Vorbild für viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Viele Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Ländern gingen freitags auf Demonstrationen, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Da diese Demonstrationen immer an Freitagen waren nennt man sie „Fridays for Future“-Demonstrationen (= Freitage für die Zukunft-Demonstrationen).

Seit etwa Januar 2019 ist die „Fridays-for-Future-Bewegung“ auch in Deutschland. Viele Schülerinnen und Schüler gehen in größeren Städten freitags auf die Straßen und nicht in die Schule. Auch sie streiken für den Klimaschutz.

Am 15. März 2019 kam es zu der bisher größten Demonstration: An 2032 Orten in 125 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt versammelten sich ungefähr 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler und auch Erwachsene zum Streiken.

Was will Greta?

Greta Thunberg ist der Klimaschutz sehr wichtig. Sie sagt, dass die jungen Menschen endlich die Erwachsenen und Politiker aufrütteln müssen. Die jungen Menschen müssen für ihre Zukunft kämpfen.

Zum Beispiel sollen

  • mehr erneuerbare Energien  gefördert werden,
  • der CO2-Ausstoß verringert werden,
  • aus der Braunkohle ausgestiegen werden,
  • sich die Länder an das „Pariser Abkommen“ halten – mit dem Ziel, den Anstieg der Temperatur auf der Erde unter 2 Grad Celsius zu halten.

Greta geht nun ein Jahr nicht mehr in die Schule, sondern ist auf der ganzen Welt unterwegs, um für ihre Ziele zu kämpfen. Aber sie hat auch schon die 9-Jährige-Grundschule in Schweden mit besten Noten abgeschlossen. Ab August 2020 will sie dann wieder in die Schule gehen – auf das Gymnasium.

Greta gibt viele Interviews, spricht im Fernsehen und redet auch mit Politikern. Sie fährt zu ihren Treffen mit dem Zug, dem Elektroauto oder dem Segelschiff, weil Fliegen zu umweltschädlich ist. Dafür ist sie oft sehr lange unterwegs. Am 23. September 2019 sprach sie beim UN-Klimagipfel in New York. Dafür ist sie mit dem Segelschiff in die USA gereist!

In ihrer Rede warf sie den Staats- und Regierungschefs aus ungefähr 60 Ländern vor, zu wenig zu tun für den Klimaschutz. So fragte sie:

Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten […] Wie könnt ihr nur weiter wegschauen?“.

Was kannst DU also tun?

Wir alle können VIEL tun!

Zum Beispiel, indem wir

  • öfter mit dem Fahrrad oder mit dem Zug fahren,
  • im Winter die Fenster und Türen gut zu machen, damit keine Wärme hinaus geht,
  • das Licht ausschalten, wenn wir es nicht mehr brauchen,
  • das „STAND BY“ bei Geräten ausschalten,
  • weniger neue Kleidung kaufen und mehr gebrauchte Kleidung tragen,
  • mehr Obst und Gemüse essen, das auch bei uns wächst,
  • weniger Dinge kaufen, die mit Plastik verpackt sind oder aus Plastik sind

UND VIELES MEHR!

Du hast nun sicher auch selbst viele Ideen, was DU für den Klimaschutz tun kannst!

Text: Simone; Bildquellen: Pixabay; Zeichnung: privat

April, April!!

Bald ist der 1. April.

Kennst du den „Aprilscherz“? Dazu sagen wir auch „in den April schicken“!

Dabei ist es üblich, andere „an der Nase herum zu führen“. Das bedeutet: jemand erzählt oder zeigt etwas, was gar nicht stimmt. Einige Menschen versuchen auch, andere Menschen mit kleinen Streichen reinzulegen. So kannst du zum Beispiel alle Uhren eine halbe Stunde vorstellen. Damit die andere Person merkt, dass du einen Scherz gemacht hast, rufst du dann „April, April!“. Die andere Person merkt dann schnell: „OH NEIN!! Ich wurde reingelegt!“

Aber woher kommt der Brauch, am 1. April anderen einen Streich zu spielen?

Vor über 400 Jahren, nämlich 1618, hat man in Bayern zum ersten Mal davon gesprochen, jemand in den April zu schicken.

Was genau aber der Auslöser für die Aprilscherze war, weiß keiner genau. Es gibt mehrere Ideen – hier kannst du 2 davon lesen:

 

1. Änderung des Kalenders in Frankreich:

Karl IX (IX= lateinisch für „9“, also Karl, der 9.) änderte 1564 in Frankreich den Kalender. Er hat entschieden, dass das neue Jahr nicht mehr am 1. April anfängt, sondern am 1. Januar. Manche Leute haben dies aber nicht gewusst und – wie immer – am 1. April das neue Jahr gefeiert. Deshalb wurden sie von den anderen Leuten ausgelacht.

Andere Leute machten sich einen Spaß und verschickten eine Einladung zum Neujahrsfest am 1. April. Es gab damals noch keine Zeitung. Deshalb wussten viele Leute nicht, dass das neue Jahr nun am 1. Januar anfängt. Sie glaubten also das, was in der Einladung stand. Sie gingen am 1. April zur Feier. Dort wurden sie ausgelacht, denn es gab keine Feier.

So soll der Aprilscherz entstanden sein. Man hat an diesem Tag anderen etwas erzählt, was dann gar nicht gestimmt hat!

2. Augsburger Reichstag:

Augsburger Reichstage: früher trafen sich Kaiser, Fürsten und andere wichtige Männer in Augsburg. Diese Tage hießen die Augsburger Reichstage. Beim Augsburger Reichstag 1530 war für den nächsten 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgemacht. Man wollte man über Geld im Land sprechen und das Münzwesen neu regeln. Darum haben viele Leute auf diesen Tag gehofft und um Geld gewettet. Das heißt „spekulieren“. Leider fiel der Münztag aber aus. So verloren die Spekulanten ihr Geld. Diese Leute wurden deshalb von den anderen Menschen ausgelacht.

Hier ein paar Ideen für Aprilscherze:

  • An einer roten Ampel: Zeige einem Autofahrer durch Gesten, dass er einen platten Reifen hat.
  • Zuhause: Programmiere im Fernseher die Programme neu. Deine Eltern werden sich wundern, wenn sie die Programme nicht mehr finden
  • Zuhause: Gib in den Zuckerstreuer Salz rein. Der nächste Kaffee schmeckt deinen Eltern bestimmt gut 😉 !
  • In der Schule: Tauscht mit einer anderen Klasse das Zimmer. Eure Lehrkraft wird denken, dass sie ins falsche Klassenzimmer gegangen ist.
  • Unter Freunden: Sag, dass dein Freund einen Fleck auf dem T-Shirt hat oder sein Schuhband auf ist. Er wird hinsehen. Dann kannst du „April, April!“ rufen.

Hast du auch schon einmal jemand in den April geschickt oder hast du eine gute Ideen für einen Aprilscherz?

Dann schreib uns doch unter: info@buntesblatt.de

Wir freuen uns auf deine Ideen!

Text: Martina; Bilder: pixabay

Ein Futterhäuschen für hungrige Wintervögel

Einige Vögel, die wir im Frühling und Sommer auch in Deutschland sehen können, verschwinden im Herbst. Zugvögel, Zugvögel wie Schwalbe, Storch und andere finden bei uns im Winter kein Futter und fliegen in den Süden.

Die Standvögel Standvögel, also Amsel, Blaumeise, Spatz und noch viele mehr, bleiben das ganze Jahr in Deutschland – auch im Winter.

Damit wir die Vögel bei ihrer Futtersuche ein bisschen unterstützen, zeigen wir euch in diesem Artikel, wie man ein Futterhäuschen bauen kann.

 

Wichtig!

  • Du musst die Vögel regelmäßig füttern. Denn die Vögel lernen schnell, wo es Futter gibt und kommen immer wieder.
  • Richtiges Futter: zum Beispiel Haferflocken, Sonnenblumenkerne oder Rosinen. Du kannst auch Vogelfutter im Geschäft kaufen.

 

Bereit fürs Bauen?!?

Das brauchst du:

  • 1 Holzplatte als Boden (20cm x 20cm x 2cm)
  • 2 Holzplatten für das Dach (15cm x 20cm x 1cm)
  • 4 Holzleisten für die Ränder (20cm x 5cm x 1cm)
  • 4 Holzleisten als Dachstützen (20cm x 2cm x 2cm)
  • Nägel
  • Schnur
  • Schleifpapier
  • Holzkleber
  • Klebeband
  • Akkubohrer

 

So geht’s:

  1. Säge die 4 Leisten für das Dach auf einer Seite im 45-Grad-Winkel an.

 

  1. Nimm die Bodenplatte und die 4 Leisten für die Ränder. Verteile Kleber auf einer Seite. Nagle die Leiste mit 2 oder 3 Nägeln fest. Dasselbe machst du mit den anderen 3 Leisten.

 

  1. Nimm die Dachstützen. Aufgepasst: die Schrägen müssen nach außen zeigen! Klebe die Leisten zuerst. Nagle die Leisten dann mit einem Nagel fest.

 

  1. Nimm die 2 Holzplatten für das Dach. Klebe die 2 Platten zuerst mit Klebeband zusammen, dann verrutschen sie nicht. Setze das Dach auf die Dachstützen und nagle es fest.

 

  1. Nimm das Schleifpapier. Jetzt kannst du das Dach, den Boden und die Ränder schön glatt schleifen.

 

  1. Wenn du willst, kannst du in das Dach noch zwei Löcher bohren und es an einer Schnur aufhängen.

 

Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Bauen und hoffen, dass viele Vögel dein Futterhäuschen besuchen!

 

Hinweis: Fotos folgen!!!

 

Text: Alexandra; Fotos: Alexandra

Der 29. Februar – ein besonderer Tag?

Hallo! Mein Name ist Rasmus. Ich habe heute Geburtstag. Ich werde heute 9 Jahre alt. Heute Morgen sagt Papa zu mir:

Gleich alt? Papa und ich gleich alt?

Das kann nicht stimmen. Papa ist doch schon 36 Jahre alt.

Papa sagt:

„Du hast recht. Ich bin 36 Jahre alt. Ich bin am 29. Februar geboren. Den 29. Februar gibt es nur alle 4 Jahre. Der 29. Februar ist ein Schalttag. Den 29. Februar gibt es nur im Schaltjahr. Deshalb habe ich eigentlich nur alle 4 Jahre Geburtstag.“

 

Das Bunte Blatt fragt:

Warum gibt es den 29.Februar?

 

Du weißt: das Jahr hat 365 Tage. Die Erde kreist um die Sonne. Die Erde braucht 365 Tage für einen Kreis um die Sonne. Dann fängt ein neues Sonnen-Jahr an.

Schon 200 Jahre vor Christus hat ein griechischer Astronom das ausgerechnet. Der Astronom hatte den Namen Hipparchos.

Hipparchos hat ausgerechnet:

Die Sonne braucht genau 365 Tage 5 Stunden, 55 Minuten und 12 Sekunden. Das sind 365 Tage und fast 6 Stunden dazu.

Ein Tag hat 24 Stunden. 24 : 6 = 4

Das ist fast ein Viertel von einem Tag.

Aber einen Viertel-Tag gibt es nicht.

Jetzt sagst du sicher:

Egal. Aber:

Die Viertel-Tage können nicht einfach verschwinden. Wenn immer wieder ein Viertel-Tag übrigbleibt, kommen die Jahres-Zeiten durcheinander.

Was kann man da machen?

Julius Cäsar

Fast 100 Jahre nach der Rechnung von Hipparchos hatte der römische Feldherr Julius Cäsar eine Idee. Julius Cäsar sagte:

„Alle vier Jahre gibt es einen zusätzlichen Tag im Jahr. Dieser Tag ist ein Schalttag. Dann stimmt es wieder!“

Denkste!

Hipparchos hatte sich verrechnet. Er hatte sich um 11 Minuten und 14 Sekunden verrechnet. Durch die Idee von Julius Cäsar gab es jetzt alle 128 Jahre einen Schalt-Tag zu viel.

Wieder war alles durcheinander. Der Frühling fing immer früher an. Der Frühling fing schon im Winter an.

Im Jahr 1582 fing der Frühling 10 Tage zu früh an. Deshalb änderte Papst Gregor den Kalender. Er machte einen neuen Kalender. Der Kalender heißt Gregorianischer Kalender. Diesen Kalender haben wir heute noch!

In dem Kalender steht:

Ein Sonnen-Jahr dauert genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Das Schalt-Jahr gibt es immer noch. Aber nicht einfach immer nach 4 Jahren.

Manchmal fällt das Schalt-Jahr aus. Das Schalt-Jahr fällt aus, wenn du die Jahres-Zahl durch 100, aber nicht ohne Rest durch 400 teilen kannst.

 

Wie bitte?

 

Rechnen wir zusammen:

 

2000 : 100 = 20

2000 : 400 = 5

⇒ Das Jahr 2000 war Schalt-Jahr.

Aber:

2100 : 100 = 21

2100 : 400 = 5 Rest 100

⇒ Das Jahr 2100 ist kein Schalt-Jahr. 

Ich bin mir sicher: Viele Erwachsene wissen nicht genau, wann das Schalt-Jahr ausfällt.

Text: Martina und Sonja; Bilder: pixabay

Ronja und Finchen – unsere beiden Katzen

Das sind Ronja und Finchen.

Die beiden Katzen wohnen seit Juni bei uns.

 

Wir haben uns lange überlegt:

  • Wollen wir wirklich Katzen?
  • Welche Katzen wollen wir?
  • Haben wir genug Zeit für die Katzen?
  • Wie teuer ist eine Katze und wie teuer ist das Futter, das Katzenstreu und der Tierarzt?
  • Wollen wir eine Katze oder zwei Katzen?
  • Wollen wir junge Katzen oder ältere Katzen aus dem Tierheim?
  • Wer sorgt für die Katzen, wenn wir nicht da sind oder in den Urlaub fahren?
  • Wollen wir die Katze nur im Haus halten oder darf die Katze auch raus in den Garten?

 

Wollen wir wirklich Katzen?

Ich wollte schon als Kind gerne eine Katze. Meine Eltern haben das nicht erlaubt. Andreas wünscht sich auch schon lange eine Katze. Wir lieben beide Katzen.

Eine Katze lebt 15-20 Jahre. Das ist eine lange Zeit. Wenn wir eine Katze kaufen, dann müssen wir lange für die Katze sorgen.

Manche Menschen sind allergisch gegen Katzenhaare. Sie bekommen Schnupfen oder Asthma, wenn eine Katze in der Nähe ist. Wir haben keine Katzenallergie, aber wir haben ein paar Freunde mit einer Katzenallergie. Diese Freunde können uns dann vielleicht nicht mehr besuchen.

Katzen verlieren viele Haare. Die Haare der Katze sind überall in der Wohnung. Es ist viel mehr Arbeit die Wohnung zu putzen.

Katzen wetzen manchmal ihre Krallen und kratzen an den Möbeln, am Sofa oder an den Vorhängen.

 

Welche Katzen wollen wir?

Katzen mit etwas längeren Haaren sehen sehr kuschelig aus. Katzen mit längeren Haaren muss man jeden Tag bürsten. Dafür braucht man viel Zeit.

Die verschiedenen Rassen haben auch unterschiedliche Temperamente.

 

Haben wir genug Zeit für die Katzen?

Ich arbeite am Nachmittag oft zu Hause und Andreas ist oft am Vormittag da. Die Katzen sind nicht so oft alleine.

 

Wie teuer ist eine Katze und wie teuer ist das Futter, das Katzenstreu und der Tierarzt?

Eine Katze kostet unterschiedlich viel. Eine Hauskatze bekommt man schon für 50-100 €, eine Rassekatze ist viel teurer.

Eine Katze braucht ein Katzenklo, Futternäpfe, Spielzeug und vielleicht einen Kratzbaum.

Für das Futter muss man ungefähr 50€ im Monat bezahlen für eine Katze, für das Katzenstreu ungefähr 10€ im Monat. Einmal im Jahr muss man mit der Katze zum Tierarzt. Die Katze muss geimpft werden. Vier mal im Jahr muss man der Katze eine Tablette gegen Würmer geben. Das Impfen und die Tabletten kosten ungefähr 100 € im Jahr. Manchmal ist die Katze aber vielleicht auch krank oder verletzt, dann muss man noch mehr Geld bezahlen.

 

 

Wollen wir eine Katze oder zwei Katzen?

Eine Katze braucht sehr viel Zuwendung von uns Menschen. Wir müssen oft mit der Katze spielen.

Zwei Katzen können auch miteinander spielen. Sie fühlen sich nicht so alleine.

Es ist zu empfehlen zwei Geschwister zu nehmen. Sie kennen sich schon.

 

 

Wollen wir junge Katzen oder ältere Katzen aus dem Tierheim?

Junge Katzen sind sehr lebhaft und machen viel Unsinn. Sie springen in die Vorhänge, graben Blumentöpfe um, stoßen Vasen um.

Ältere Katzen sind ruhiger. Es gibt viele Katzen im Tierheim, die einen neuen Besitzer suchen.

 

Wer sorgt für die Katzen, wenn wir nicht da sind oder in den Urlaub fahren?

Wenn wir nicht da sind, dann brauchen wir jemanden, der die Katzen füttert, das Katzenklo sauber macht und mit ihnen spielt.

Wir haben viele Freunde und Nachbarn gefragt, ob sie das machen können.

 

Wollen wir die Katze nur im Haus halten oder darf die Katze auch raus in den Garten und auf die Straße?

Im Haus oder in der Wohnung kann der Katze nicht so viel passieren. Dort ist es nicht so gefährlich und sie kann auch nicht weglaufen.

Aber Katzen gehen auch sehr gerne raus. Sie wollen Mäuse fangen und wollen durch ihr Revier laufen.

 

Wir haben uns entschieden.

Wir haben ein Jahr überlegt.

 

Ronja und Finchen sind zwei junge Katzen. Wir haben sie nicht im Tierheim geholt, sondern bei einer Familie.

Sie sind Geschwister und spielen gerne zusammen. Andreas und ich spielen aber auch viel mit den Katzen.

Ronja und Finchen sind Mischlingskatzen mit längeren Haaren.

Sie sind Freigänger. Das bedeutet, dass sie auch alleine raus dürfen.

Wenn wir in den Urlaub fahren, dann zieht eine Freundin bei uns ein und versorgt die Katzen. Die Freundin füttert die Katzen, macht das Katzenklo sauber und spielt mit Ronja und Finchen.

 

Wir haben viel Freude mit den Katzen.

Es war eine gute Entscheidung!

Die Sterntaler

Die Sterntaler

(nach einem Märchen der Brüder Grimm)

Es war einmal ….

Ein kleines Mädchen lebt ganz allein. Die Eltern des Mädchens sind gestorben.
Das Mädchen ist sehr, sehr arm – es hat keine Wohnung mehr, kein Zimmer, kein Bett.
Das Mädchen hat nur noch die Kleider, die es trägt.
Und es hat ein Stück Brot, das ihm jemand geschenkt hat.
Das Mädchen ist sehr lieb und glaubt an Gott.

Jetzt ist Winter und es ist kalt.
Das Mädchen aber geht alleine draußen auf dem Feld spazieren.

Da trifft es einen armen Mann.
Er hat Hunger. Der arme Mann bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir etwas zu Essen!“

Das Mädchen gibt dem armen Mann sein ganzes Stück Brot.
Der Mann bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Das Mädchen geht weiter. Die Sonne ist schon untergegangen.
Da trifft es ein armes Kind. Es friert am Kopf.
Das arme Kind bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir eine Mütze. Mir ist so kalt am Kopf!“

Das Mädchen gibt dem armen Kind seine eigene Mütze.
Das Kind bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Das Mädchen geht weiter. Es wird schon dunkel.
Da trifft es noch ein armes Kind. Es friert.
Das arme Kind bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir etwas zum Anziehen!“

Das Mädchen gibt dem armen Kind seine Jacke.
Das Kind bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Das Mädchen geht weiter. Jetzt ist es dunkle Nacht.
Da trifft es wieder ein armes Kind. Es friert am ganzen Körper.
Das arme Kind bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir etwas zum Anziehen. Ich friere so!“

Das Mädchen denkt: „Es ist dunkle Nacht. Da sieht mich niemand. Ich kann dem armen, frierenden Kind helfen. Ich gebe ihm meinen Pulli und meine Hose.“

Das Mädchen gibt dem armen Kind seinen Pulli und seine Hose.
Das Kind bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Jetzt hat das Mädchen gar nichts mehr – es hat keine Wohnung mehr, kein Zimmer, kein Bett und auch kein Brot, keine Mütze, keine Jacke, keinen Pulli und keine Hose.
So steht es auf einem dunklen Feld. Am Himmel funkeln und leuchten die Sterne.

 

Plötzlich fallen die Sterne vom Himmel herunter.
Sie fallen herunter auf das Mädchen.
Es sind lauter Goldtaler.
Das Mädchen trägt plötzlich ein schönes Kleid.
Es sammelt die Goldtaler auf und ist für immer reich.

 

ENDE

Text: Konni  & Carola; Bilder: Carola

Noch mehr Märchen im Bunten Blatt findest du hier:
Frau Holle
Der Froschkönig
Schneewittchen
Aschenputtel

 

 

Weihnachtsgeschenke umweltfreundlich verpacken

 

Bald ist Weihnachten. Bestimmt hast du schon fleißig für Mama, Papa, Oma oder Opa gebastelt?
Jetzt möchtest du deine Geschenke schön verpacken?

Wir haben heute eine Idee, wie du KEIN Geld ausgeben musst UND die Umwelt schonst.

Geschenktüte selbst basteln

Das brauchst du:

– 1 alten Kalender oder Einkaufsprospekte (dann verwende mehrere Seiten übereinander!)
– 1 Bleistift
– Kleber, Schere, Lineal
– etwas Karton
– Schnur/Faden
– Evtl. Metallösen

 

So arbeitest du:

Schneide zuerst dein Kalenderblatt zu: Es soll 44cm x 30 cm groß sein. Dann wird deine Tüte 8x12x20 cm (BxLxH) groß. (Anmerkung: Wenn deine Tüte größer sein soll, kannst du das Papier auch größer schneiden!)
Drehe dein Kalenderblatt um. Falte oben 3 cm nach unten. Falte für den Boden 7cm von unten nach oben  
Falte dann von links nach rechts, wie du es auf dem Bild siehst. Erst 8 cm, dann 12 cm, wieder 8 cm, nochmal 12 cm. Zum Schluss sollen 4 cm übrig bleiben. Dann hast du alles richtig gemacht 😀 !
Klebe die Ober- und Unterkanten fest und klappe sie um!  
Klappe nun die Seiten zusammen, so dass ein Viereck entsteht. Klebe die Kante mit den 4cm an der Seite fest!  
   Falte die Tüte flach!
 Drehe die Tüte um und falte den Boden zusammen!  
 Klebe den Boden fest!  
  Deine Tüte soll stabil werden. Deshalb schneide aus dem Karton ein Rechteck aus. Es soll 7,8cm x 11,8cm groß sein!
Gib Kleber auf das Rechteck und stecke es in die Tüte. Der Boden ist fertig!

 

Für die Henkel hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du machst ein Loch in die Tüte (z.B. mit Metallösen) und bindest einen Faden oder eine Kordel fest.

ODER

  • Du machst einen Henkel aus Papiertreifen. Diese Papierstreifen klebst du innen an der Tüte fest.

 

 

 

FERTIG!!!!

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Text: Martina; Bilder: privat

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Redewendungen zaubern lustige Bilder in unsere Gedanken. Aber was bedeuten die Bilder?

Redewendungen sind in jeder Sprache anders.

Wir stellen euch hier vier Redewendungen in Deutsch und in Deutscher Gebärdensprache (DGS) vor:

 

Deutsch Deutsche Gebärdensprache (DGS)

DEN FADEN VERLIEREN

               

Man spricht und plötzlich hat man vergessen, was man sagen will … Man hat den Faden verloren.

REDEN WIE EIN WASSERFALL

               

Man redet viel und ohne Pause … Man redet wie ein Wasserfall.

TOMATEN AUF DEN AUGEN

Alle anderen sehen und bemerken es schon, aber man selbst hat es noch nicht gesehen und bemerkt … Man hat Tomaten auf den Augen.

Diese Redewendung gibt es in DGS nicht. 

KALTE FÜßE BEKOMMEN

Man soll etwas Wichtiges entscheiden, aber plötzlich ist man unsicher und hat Angst … Man bekommt kalte Füße.

 Diese Redewendung gibt es in DGS nicht. 

Diese Redewendung gibt es im Deutschen nicht.

Man möchte etwas gerne haben. Man ist neidisch auf etwas.

Diese Redewendung gibt es im Deutschen nicht.

Etwas ist zu anstrengend oder dauert zu lange. Etwas oder jemand nervt.

 

Text: Simone und Alexandra; Zeichnungen: Simone; Fotos: Alexandra