April, April!!

Bald ist der 1. April.

Kennst du den „Aprilscherz“? Dazu sagen wir auch „in den April schicken“!

Dabei ist es üblich, andere „an der Nase herum zu führen“. Das bedeutet: jemand erzählt oder zeigt etwas, was gar nicht stimmt. Einige Menschen versuchen auch, andere Menschen mit kleinen Streichen reinzulegen. So kannst du zum Beispiel alle Uhren eine halbe Stunde vorstellen. Damit die andere Person merkt, dass du einen Scherz gemacht hast, rufst du dann „April, April!“. Die andere Person merkt dann schnell: „OH NEIN!! Ich wurde reingelegt!“

Aber woher kommt der Brauch, am 1. April anderen einen Streich zu spielen?

Vor über 400 Jahren, nämlich 1618, hat man in Bayern zum ersten Mal davon gesprochen, jemand in den April zu schicken.

Was genau aber der Auslöser für die Aprilscherze war, weiß keiner genau. Es gibt mehrere Ideen – hier kannst du 2 davon lesen:

 

1. Änderung des Kalenders in Frankreich:

Karl IX (IX= lateinisch für „9“, also Karl, der 9.) änderte 1564 in Frankreich den Kalender. Er hat entschieden, dass das neue Jahr nicht mehr am 1. April anfängt, sondern am 1. Januar. Manche Leute haben dies aber nicht gewusst und – wie immer – am 1. April das neue Jahr gefeiert. Deshalb wurden sie von den anderen Leuten ausgelacht.

Andere Leute machten sich einen Spaß und verschickten eine Einladung zum Neujahrsfest am 1. April. Es gab damals noch keine Zeitung. Deshalb wussten viele Leute nicht, dass das neue Jahr nun am 1. Januar anfängt. Sie glaubten also das, was in der Einladung stand. Sie gingen am 1. April zur Feier. Dort wurden sie ausgelacht, denn es gab keine Feier.

So soll der Aprilscherz entstanden sein. Man hat an diesem Tag anderen etwas erzählt, was dann gar nicht gestimmt hat!

2. Augsburger Reichstag:

Augsburger Reichstage: früher trafen sich Kaiser, Fürsten und andere wichtige Männer in Augsburg. Diese Tage hießen die Augsburger Reichstage. Beim Augsburger Reichstag 1530 war für den nächsten 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgemacht. Man wollte man über Geld im Land sprechen und das Münzwesen neu regeln. Darum haben viele Leute auf diesen Tag gehofft und um Geld gewettet. Das heißt „spekulieren“. Leider fiel der Münztag aber aus. So verloren die Spekulanten ihr Geld. Diese Leute wurden deshalb von den anderen Menschen ausgelacht.

Hier ein paar Ideen für Aprilscherze:

  • An einer roten Ampel: Zeige einem Autofahrer durch Gesten, dass er einen platten Reifen hat.
  • Zuhause: Programmiere im Fernseher die Programme neu. Deine Eltern werden sich wundern, wenn sie die Programme nicht mehr finden
  • Zuhause: Gib in den Zuckerstreuer Salz rein. Der nächste Kaffee schmeckt deinen Eltern bestimmt gut 😉 !
  • In der Schule: Tauscht mit einer anderen Klasse das Zimmer. Eure Lehrkraft wird denken, dass sie ins falsche Klassenzimmer gegangen ist.
  • Unter Freunden: Sag, dass dein Freund einen Fleck auf dem T-Shirt hat oder sein Schuhband auf ist. Er wird hinsehen. Dann kannst du „April, April!“ rufen.

Hast du auch schon einmal jemand in den April geschickt oder hast du eine gute Ideen für einen Aprilscherz?

Dann schreib uns doch unter: info@buntesblatt.de

Wir freuen uns auf deine Ideen!

Text: Martina; Bilder: pixabay

Ein Futterhäuschen für hungrige Wintervögel

Einige Vögel, die wir im Frühling und Sommer auch in Deutschland sehen können, verschwinden im Herbst. Zugvögel, Zugvögel wie Schwalbe, Storch und andere finden bei uns im Winter kein Futter und fliegen in den Süden.

Die Standvögel Standvögel, also Amsel, Blaumeise, Spatz und noch viele mehr, bleiben das ganze Jahr in Deutschland – auch im Winter.

Damit wir die Vögel bei ihrer Futtersuche ein bisschen unterstützen, zeigen wir euch in diesem Artikel, wie man ein Futterhäuschen bauen kann.

 

Wichtig!

  • Du musst die Vögel regelmäßig füttern. Denn die Vögel lernen schnell, wo es Futter gibt und kommen immer wieder.
  • Richtiges Futter: zum Beispiel Haferflocken, Sonnenblumenkerne oder Rosinen. Du kannst auch Vogelfutter im Geschäft kaufen.

 

Bereit fürs Bauen?!?

Das brauchst du:

  • 1 Holzplatte als Boden (20cm x 20cm x 2cm)
  • 2 Holzplatten für das Dach (15cm x 20cm x 1cm)
  • 4 Holzleisten für die Ränder (20cm x 5cm x 1cm)
  • 4 Holzleisten als Dachstützen (20cm x 2cm x 2cm)
  • Nägel
  • Schnur
  • Schleifpapier
  • Holzkleber
  • Klebeband
  • Akkubohrer

 

So geht’s:

  1. Säge die 4 Leisten für das Dach auf einer Seite im 45-Grad-Winkel an.

 

  1. Nimm die Bodenplatte und die 4 Leisten für die Ränder. Verteile Kleber auf einer Seite. Nagle die Leiste mit 2 oder 3 Nägeln fest. Dasselbe machst du mit den anderen 3 Leisten.

 

  1. Nimm die Dachstützen. Aufgepasst: die Schrägen müssen nach außen zeigen! Klebe die Leisten zuerst. Nagle die Leisten dann mit einem Nagel fest.

 

  1. Nimm die 2 Holzplatten für das Dach. Klebe die 2 Platten zuerst mit Klebeband zusammen, dann verrutschen sie nicht. Setze das Dach auf die Dachstützen und nagle es fest.

 

  1. Nimm das Schleifpapier. Jetzt kannst du das Dach, den Boden und die Ränder schön glatt schleifen.

 

  1. Wenn du willst, kannst du in das Dach noch zwei Löcher bohren und es an einer Schnur aufhängen.

 

Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Bauen und hoffen, dass viele Vögel dein Futterhäuschen besuchen!

 

Hinweis: Fotos folgen!!!

 

Text: Alexandra; Fotos: Alexandra

Der 29. Februar – ein besonderer Tag?

Hallo! Mein Name ist Rasmus. Ich habe heute Geburtstag. Ich werde heute 9 Jahre alt. Heute Morgen sagt Papa zu mir:

Gleich alt? Papa und ich gleich alt?

Das kann nicht stimmen. Papa ist doch schon 36 Jahre alt.

Papa sagt:

„Du hast recht. Ich bin 36 Jahre alt. Ich bin am 29. Februar geboren. Den 29. Februar gibt es nur alle 4 Jahre. Der 29. Februar ist ein Schalttag. Den 29. Februar gibt es nur im Schaltjahr. Deshalb habe ich eigentlich nur alle 4 Jahre Geburtstag.“

 

Das Bunte Blatt fragt:

Warum gibt es den 29.Februar?

 

Du weißt: das Jahr hat 365 Tage. Die Erde kreist um die Sonne. Die Erde braucht 365 Tage für einen Kreis um die Sonne. Dann fängt ein neues Sonnen-Jahr an.

Schon 200 Jahre vor Christus hat ein griechischer Astronom das ausgerechnet. Der Astronom hatte den Namen Hipparchos.

Hipparchos hat ausgerechnet:

Die Sonne braucht genau 365 Tage 5 Stunden, 55 Minuten und 12 Sekunden. Das sind 365 Tage und fast 6 Stunden dazu.

Ein Tag hat 24 Stunden. 24 : 6 = 4

Das ist fast ein Viertel von einem Tag.

Aber einen Viertel-Tag gibt es nicht.

Jetzt sagst du sicher:

Egal. Aber:

Die Viertel-Tage können nicht einfach verschwinden. Wenn immer wieder ein Viertel-Tag übrigbleibt, kommen die Jahres-Zeiten durcheinander.

Was kann man da machen?

Julius Cäsar

Fast 100 Jahre nach der Rechnung von Hipparchos hatte der römische Feldherr Julius Cäsar eine Idee. Julius Cäsar sagte:

„Alle vier Jahre gibt es einen zusätzlichen Tag im Jahr. Dieser Tag ist ein Schalttag. Dann stimmt es wieder!“

Denkste!

Hipparchos hatte sich verrechnet. Er hatte sich um 11 Minuten und 14 Sekunden verrechnet. Durch die Idee von Julius Cäsar gab es jetzt alle 128 Jahre einen Schalt-Tag zu viel.

Wieder war alles durcheinander. Der Frühling fing immer früher an. Der Frühling fing schon im Winter an.

Im Jahr 1582 fing der Frühling 10 Tage zu früh an. Deshalb änderte Papst Gregor den Kalender. Er machte einen neuen Kalender. Der Kalender heißt Gregorianischer Kalender. Diesen Kalender haben wir heute noch!

In dem Kalender steht:

Ein Sonnen-Jahr dauert genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Das Schalt-Jahr gibt es immer noch. Aber nicht einfach immer nach 4 Jahren.

Manchmal fällt das Schalt-Jahr aus. Das Schalt-Jahr fällt aus, wenn du die Jahres-Zahl durch 100, aber nicht ohne Rest durch 400 teilen kannst.

 

Wie bitte?

 

Rechnen wir zusammen:

 

2000 : 100 = 20

2000 : 400 = 5

⇒ Das Jahr 2000 war Schalt-Jahr.

Aber:

2100 : 100 = 21

2100 : 400 = 5 Rest 100

⇒ Das Jahr 2100 ist kein Schalt-Jahr. 

Ich bin mir sicher: Viele Erwachsene wissen nicht genau, wann das Schalt-Jahr ausfällt.

Text: Martina und Sonja; Bilder: pixabay

Ronja und Finchen – unsere beiden Katzen

Das sind Ronja und Finchen.

Die beiden Katzen wohnen seit Juni bei uns.

 

Wir haben uns lange überlegt:

  • Wollen wir wirklich Katzen?
  • Welche Katzen wollen wir?
  • Haben wir genug Zeit für die Katzen?
  • Wie teuer ist eine Katze und wie teuer ist das Futter, das Katzenstreu und der Tierarzt?
  • Wollen wir eine Katze oder zwei Katzen?
  • Wollen wir junge Katzen oder ältere Katzen aus dem Tierheim?
  • Wer sorgt für die Katzen, wenn wir nicht da sind oder in den Urlaub fahren?
  • Wollen wir die Katze nur im Haus halten oder darf die Katze auch raus in den Garten?

 

Wollen wir wirklich Katzen?

Ich wollte schon als Kind gerne eine Katze. Meine Eltern haben das nicht erlaubt. Andreas wünscht sich auch schon lange eine Katze. Wir lieben beide Katzen.

Eine Katze lebt 15-20 Jahre. Das ist eine lange Zeit. Wenn wir eine Katze kaufen, dann müssen wir lange für die Katze sorgen.

Manche Menschen sind allergisch gegen Katzenhaare. Sie bekommen Schnupfen oder Asthma, wenn eine Katze in der Nähe ist. Wir haben keine Katzenallergie, aber wir haben ein paar Freunde mit einer Katzenallergie. Diese Freunde können uns dann vielleicht nicht mehr besuchen.

Katzen verlieren viele Haare. Die Haare der Katze sind überall in der Wohnung. Es ist viel mehr Arbeit die Wohnung zu putzen.

Katzen wetzen manchmal ihre Krallen und kratzen an den Möbeln, am Sofa oder an den Vorhängen.

 

Welche Katzen wollen wir?

Katzen mit etwas längeren Haaren sehen sehr kuschelig aus. Katzen mit längeren Haaren muss man jeden Tag bürsten. Dafür braucht man viel Zeit.

Die verschiedenen Rassen haben auch unterschiedliche Temperamente.

 

Haben wir genug Zeit für die Katzen?

Ich arbeite am Nachmittag oft zu Hause und Andreas ist oft am Vormittag da. Die Katzen sind nicht so oft alleine.

 

Wie teuer ist eine Katze und wie teuer ist das Futter, das Katzenstreu und der Tierarzt?

Eine Katze kostet unterschiedlich viel. Eine Hauskatze bekommt man schon für 50-100 €, eine Rassekatze ist viel teurer.

Eine Katze braucht ein Katzenklo, Futternäpfe, Spielzeug und vielleicht einen Kratzbaum.

Für das Futter muss man ungefähr 50€ im Monat bezahlen für eine Katze, für das Katzenstreu ungefähr 10€ im Monat. Einmal im Jahr muss man mit der Katze zum Tierarzt. Die Katze muss geimpft werden. Vier mal im Jahr muss man der Katze eine Tablette gegen Würmer geben. Das Impfen und die Tabletten kosten ungefähr 100 € im Jahr. Manchmal ist die Katze aber vielleicht auch krank oder verletzt, dann muss man noch mehr Geld bezahlen.

 

 

Wollen wir eine Katze oder zwei Katzen?

Eine Katze braucht sehr viel Zuwendung von uns Menschen. Wir müssen oft mit der Katze spielen.

Zwei Katzen können auch miteinander spielen. Sie fühlen sich nicht so alleine.

Es ist zu empfehlen zwei Geschwister zu nehmen. Sie kennen sich schon.

 

 

Wollen wir junge Katzen oder ältere Katzen aus dem Tierheim?

Junge Katzen sind sehr lebhaft und machen viel Unsinn. Sie springen in die Vorhänge, graben Blumentöpfe um, stoßen Vasen um.

Ältere Katzen sind ruhiger. Es gibt viele Katzen im Tierheim, die einen neuen Besitzer suchen.

 

Wer sorgt für die Katzen, wenn wir nicht da sind oder in den Urlaub fahren?

Wenn wir nicht da sind, dann brauchen wir jemanden, der die Katzen füttert, das Katzenklo sauber macht und mit ihnen spielt.

Wir haben viele Freunde und Nachbarn gefragt, ob sie das machen können.

 

Wollen wir die Katze nur im Haus halten oder darf die Katze auch raus in den Garten und auf die Straße?

Im Haus oder in der Wohnung kann der Katze nicht so viel passieren. Dort ist es nicht so gefährlich und sie kann auch nicht weglaufen.

Aber Katzen gehen auch sehr gerne raus. Sie wollen Mäuse fangen und wollen durch ihr Revier laufen.

 

Wir haben uns entschieden.

Wir haben ein Jahr überlegt.

 

Ronja und Finchen sind zwei junge Katzen. Wir haben sie nicht im Tierheim geholt, sondern bei einer Familie.

Sie sind Geschwister und spielen gerne zusammen. Andreas und ich spielen aber auch viel mit den Katzen.

Ronja und Finchen sind Mischlingskatzen mit längeren Haaren.

Sie sind Freigänger. Das bedeutet, dass sie auch alleine raus dürfen.

Wenn wir in den Urlaub fahren, dann zieht eine Freundin bei uns ein und versorgt die Katzen. Die Freundin füttert die Katzen, macht das Katzenklo sauber und spielt mit Ronja und Finchen.

 

Wir haben viel Freude mit den Katzen.

Es war eine gute Entscheidung!

Die Sterntaler

Die Sterntaler

(nach einem Märchen der Brüder Grimm)

Es war einmal ….

Ein kleines Mädchen lebt ganz allein. Die Eltern des Mädchens sind gestorben.
Das Mädchen ist sehr, sehr arm – es hat keine Wohnung mehr, kein Zimmer, kein Bett.
Das Mädchen hat nur noch die Kleider, die es trägt.
Und es hat ein Stück Brot, das ihm jemand geschenkt hat.
Das Mädchen ist sehr lieb und glaubt an Gott.

Jetzt ist Winter und es ist kalt.
Das Mädchen aber geht alleine draußen auf dem Feld spazieren.

Da trifft es einen armen Mann.
Er hat Hunger. Der arme Mann bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir etwas zu Essen!“

Das Mädchen gibt dem armen Mann sein ganzes Stück Brot.
Der Mann bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Das Mädchen geht weiter. Die Sonne ist schon untergegangen.
Da trifft es ein armes Kind. Es friert am Kopf.
Das arme Kind bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir eine Mütze. Mir ist so kalt am Kopf!“

Das Mädchen gibt dem armen Kind seine eigene Mütze.
Das Kind bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Das Mädchen geht weiter. Es wird schon dunkel.
Da trifft es noch ein armes Kind. Es friert.
Das arme Kind bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir etwas zum Anziehen!“

Das Mädchen gibt dem armen Kind seine Jacke.
Das Kind bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Das Mädchen geht weiter. Jetzt ist es dunkle Nacht.
Da trifft es wieder ein armes Kind. Es friert am ganzen Körper.
Das arme Kind bettelt: „Bitte, liebes Mädchen, gib mir etwas zum Anziehen. Ich friere so!“

Das Mädchen denkt: „Es ist dunkle Nacht. Da sieht mich niemand. Ich kann dem armen, frierenden Kind helfen. Ich gebe ihm meinen Pulli und meine Hose.“

Das Mädchen gibt dem armen Kind seinen Pulli und seine Hose.
Das Kind bedankt sich und sagt zu dem Mädchen: „Gott segne dich!“

 

Jetzt hat das Mädchen gar nichts mehr – es hat keine Wohnung mehr, kein Zimmer, kein Bett und auch kein Brot, keine Mütze, keine Jacke, keinen Pulli und keine Hose.
So steht es auf einem dunklen Feld. Am Himmel funkeln und leuchten die Sterne.

 

Plötzlich fallen die Sterne vom Himmel herunter.
Sie fallen herunter auf das Mädchen.
Es sind lauter Goldtaler.
Das Mädchen trägt plötzlich ein schönes Kleid.
Es sammelt die Goldtaler auf und ist für immer reich.

 

ENDE

Text: Konni  & Carola; Bilder: Carola

Noch mehr Märchen im Bunten Blatt findest du hier:
Frau Holle
Der Froschkönig
Schneewittchen
Aschenputtel

 

 

Weihnachtsgeschenke umweltfreundlich verpacken

 

Bald ist Weihnachten. Bestimmt hast du schon fleißig für Mama, Papa, Oma oder Opa gebastelt?
Jetzt möchtest du deine Geschenke schön verpacken?

Wir haben heute eine Idee, wie du KEIN Geld ausgeben musst UND die Umwelt schonst.

Geschenktüte selbst basteln

Das brauchst du:

– 1 alten Kalender oder Einkaufsprospekte (dann verwende mehrere Seiten übereinander!)
– 1 Bleistift
– Kleber, Schere, Lineal
– etwas Karton
– Schnur/Faden
– Evtl. Metallösen

 

So arbeitest du:

Schneide zuerst dein Kalenderblatt zu: Es soll 44cm x 30 cm groß sein. Dann wird deine Tüte 8x12x20 cm (BxLxH) groß. (Anmerkung: Wenn deine Tüte größer sein soll, kannst du das Papier auch größer schneiden!)
Drehe dein Kalenderblatt um. Falte oben 3 cm nach unten. Falte für den Boden 7cm von unten nach oben  
Falte dann von links nach rechts, wie du es auf dem Bild siehst. Erst 8 cm, dann 12 cm, wieder 8 cm, nochmal 12 cm. Zum Schluss sollen 4 cm übrig bleiben. Dann hast du alles richtig gemacht 😀 !
Klebe die Ober- und Unterkanten fest und klappe sie um!  
Klappe nun die Seiten zusammen, so dass ein Viereck entsteht. Klebe die Kante mit den 4cm an der Seite fest!  
   Falte die Tüte flach!
 Drehe die Tüte um und falte den Boden zusammen!  
 Klebe den Boden fest!  
  Deine Tüte soll stabil werden. Deshalb schneide aus dem Karton ein Rechteck aus. Es soll 7,8cm x 11,8cm groß sein!
Gib Kleber auf das Rechteck und stecke es in die Tüte. Der Boden ist fertig!

 

Für die Henkel hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du machst ein Loch in die Tüte (z.B. mit Metallösen) und bindest einen Faden oder eine Kordel fest.

ODER

  • Du machst einen Henkel aus Papiertreifen. Diese Papierstreifen klebst du innen an der Tüte fest.

 

 

 

FERTIG!!!!

Du brauchst weitere Ideen für Weihnachten?

Schau mal hier:

Weihnachtskarten basteln

Badebomben herstellen – ein tolles Weihnachtsgeschenk!

Es schneit! Wir basteln eine Schneekugel

Oder magst du Geschichten und Wissenswertes zu Weihnachten?

Schau mal hier:

Ollek lernt Weihnachten kennen

Warum feiern wir Weihnachten?

Weihnachten in aller Welt

Warten auf das Christkind

Advent, Advent, eine Kerze brennt

Text: Martina; Bilder: privat

Wo ist mein Faden?

 

Redewendungen zaubern lustige Bilder in unsere Gedanken. Aber was bedeuten die Bilder?

Redewendungen sind in jeder Sprache anders.

Wir stellen euch hier vier Redewendungen in Deutsch und in Deutscher Gebärdensprache (DGS) vor:

 

Deutsch Deutsche Gebärdensprache (DGS)

DEN FADEN VERLIEREN

               

Man spricht und plötzlich hat man vergessen, was man sagen will … Man hat den Faden verloren.

REDEN WIE EIN WASSERFALL

               

Man redet viel und ohne Pause … Man redet wie ein Wasserfall.

TOMATEN AUF DEN AUGEN

Alle anderen sehen und bemerken es schon, aber man selbst hat es noch nicht gesehen und bemerkt … Man hat Tomaten auf den Augen.

Diese Redewendung gibt es in DGS nicht. 

KALTE FÜßE BEKOMMEN

Man soll etwas Wichtiges entscheiden, aber plötzlich ist man unsicher und hat Angst … Man bekommt kalte Füße.

 Diese Redewendung gibt es in DGS nicht. 

Diese Redewendung gibt es im Deutschen nicht.

Man möchte etwas gerne haben. Man ist neidisch auf etwas.

Diese Redewendung gibt es im Deutschen nicht.

Etwas ist zu anstrengend oder dauert zu lange. Etwas oder jemand nervt.

 

Text: Simone und Alexandra; Zeichnungen: Simone; Fotos: Alexandra 

30 Jahre Mauerfall

Am 9. November 1989 war ein besonderer Tag. Am 9. November 1989 war der Mauerfall.

Das Bunte Blatt beantwortet Fragen zum Mauerfall:

 

Wo war diese Mauer? Wer hat die Mauer gebaut?

Nach dem 2. Weltkrieg war Deutschland von 1949 bis 1990 geteilt.

Es gab zwei Hälften.

Die Hälfte im Westen hatte den Namen Bundesrepublik Deutschland (kurz: BRD).

Die Hälfte im Osten hatte den Namen Deutsche Demokratische Republik (kurz: DDR).

 

Zwischen den beiden Hälften war eine Grenze. Die Grenze war streng bewacht.

Die Menschen aus der DDR durften nicht einfach in die BRD fahren. Die Menschen aus der DDR durften nur in die BRD fahren, wenn die Chefs der DDR es erlaubt haben.

 

Die Stadt Berlin lag mitten in der DDR. Auch die Stadt Berlin war in zwei Hälften geteilt.  Die beiden Hälften hatten den Namen: Berlin-Ost und Berlin-West.

Heute können wir mitten durch das Brandenburger Tor gehen. Als die Mauer in Berlin stand, konnte kein Mensch einfach so durch das Brandenburger Tor gehen. Als die Mauer stand, sah das so aus: 

 

Die Regierung der DDR entscheidet: Wir bauen eine Mauer durch die Stadt Berlin. Am 13. August 1961 fangen Arbeiter an, eine Mauer mitten durch die Stadt zu bauen.

Mehr als 28 Jahre lang war die Mauer eine Grenz-Befestigung zwischen Berlin-West und Berlin-Ost.

Mehr als 28 Jahre lang war die Mauer auch eine Grenz-Befestigung zwischen Berlin und der DDR um Berlin herum.

Die Mauer war insgesamt 155 km lang.

 

Warum hat es die Mauer gegeben?

In der DDR war das Leben anders als in der BRD.

Die Menschen in der DDR durften:

  • die Regierung nicht frei wählen
  • nicht in alle Länder in den Urlaub fahren (Urlaub in der BRD war ohne besondere Erlaubnis verboten!)
  • nicht alles machen, was sie wollen
  • nicht alles offen sagen, was sie denken
  • nicht frei entscheiden, welchen Beruf sie lernen wollen

Viele Menschen waren mit den strengen Regeln in der DDR nicht zufrieden. Viele Menschen schimpften über die strengen Regeln in der DDR. Viele Menschen flüchteten aus der DDR in die BRD und wollten dort leben.

Das hat der Regierung der DDR nicht gefallen. Die Regierung der DDR hat deshalb entschieden:

Wir bauen eine hohe Mauer durch Berlin – die Berliner Mauer.

 

Danach konnte 28 Jahre lang kein Mensch mehr einfach so aus der DDR in die BRD flüchten. Die Berliner Mauer ist ein Zeichen für die Teilung von Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.

Viele Menschen haben auf die Berliner Mauer gemalt oder geschrieben. Beispiele siehst du hier:

 

 

 

Was bedeutet Mauerfall?

Die Menschen in der DDR waren mit ihrem Leben nicht zufrieden. Die Regierung hat viele Regeln gemacht. Viele der Regeln waren sehr streng.

Das hat den Menschen in der DDR immer weniger gefallen. Die Menschen sind auf die Straßen gegangen und haben demonstriert. Die Menschen wollten zeigen:

  • Wir sind nicht zufrieden mit unserem Leben.
  • Wir wollen selbst entscheiden, was gut und was schlecht für uns ist.
  • Wir wollen selbst entscheiden, was wir mit unserem Leben machen wollen.
  • Wir wollen offen sagen können, wenn wir nicht mit den Entscheidungen der Regierung einverstanden sind.
  • Wir wollen ohne besondere Erlaubnis in alle Länder in den Urlaub fahren können.

Immer mehr Menschen machen bei den Demonstrationen mit. Und immer mehr Politiker aus anderen Ländern versuchen die Regierung der DDR zu überreden. Die Politiker sagen: „Öffnet die Grenzen der DDR.“

 

Irgendwann machen so viele Menschen und Politiker aus anderen Ländern mit, dass die Regierung der DDR nachgeben muss. Die Regierung der DDR entscheidet:

Bald dürfen alle Menschen aus der DDR selbst entscheiden.

Ein Politiker der DDR sagt zu den Menschen:

„Alle Menschen der DDR dürfen die DDR verlassen. Alle Menschen dürfen in alle Länder reisen, in die sie reisen wollen.“

Viele Menschen laufen sofort zur Grenze. Sie wollen, dass die Grenze geöffnet wird.

Am 9. November 1989 passiert dann etwas Wichtiges:

Die Berliner Mauer wird geöffnet. Die Menschen aus der DDR dürfen jetzt ohne besondere Erlaubnis in die BRD reisen. 

Wir sagen dazu :

Die Mauer ist gefallen oder kurz Mauerfall.

 

 

Die Menschen freuen sich, dass die Mauer offen ist. Die Menschen klettern über die Mauer und feiern die ganze Nacht.

Was passiert nach dem Mauerfall?

Die Mauer ist offen. Jetzt setzen sich die Politiker zusammen und besprechen, wie es weiter geht. Die Politiker machen einen Vertrag. In dem Vertrag steht:

  • die DDR gibt es nicht mehr. Die DDR wird aufgelöst.
  • aus der BRD und der DDR soll ein Deutschland werden
  • die BRD bekommt fünf neue Bundesländer dazu. Die Bundesländer heißen: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

 

Am 3. Oktober 1990 ist offiziell der Tag der Wiedervereinigung.  Seit 1990 feiern wir am 3. Oktober den Tag der Deutschen Einheit.

Text: Sonja; Bilder: wie angegeben, pixabay und privat

Schottische Hochlandrinder

Bei uns in der Schule waren Schottische Hochlandrinder zu Besuch.
Alle Schüler durften die Rinder anschauen und sogar streicheln.
Der Bauer hat uns alle Fragen beantwortet.

      

Wie groß und schwer werden Schottische Hochlandrinder?
Schottische Hochlandrinder sind etwas kleiner als die normalen Milchkühe. Die Rinder werden ungefähr 1Meter 35 Zentimeter groß. Sie werden bis zu 750 kg schwer.

Warum haben Schottische Hochlandrinder so ein komisches Fell?
Das Fell hat eine fast orange Farbe und ist sehr zottelig. Das Fell hat zwei Schichten. Das Unterfell hält die Tiere schön warm. Die Oberschicht besteht aus langen Haaren. Die Oberschicht schützt vor Wasser. Sie schützt auch den Kopf und die Augen.

Was fressen Schottische Hochlandrinder?
Schottische Hochlandrinder fressen Pflanzen. Der Bauer gibt ihnen Kraftfutter, Heu und Grassilage. Wichtig ist ein Leck-Stein. In dem Leck-Stein sind Mineralien. Die Mineralien braucht das Rind.

Wo und wie leben Schottische Hochlandrinder?
Schottische Hochlandrinder gibt es in Europa, aber vor allem in Schottland und Nordamerika. Sie leben immer in einer Herde. In der Herde gibt es einen Bullen, Kühe und die kleinen Kälber.
Schottische Hochlandrinder können das ganze Jahr draußen sein, auch im Winter

Haben Stiere und Kühe unterschiedliche Hörner?
Alle Rinder haben Hörner. Bei den Bullen sind sie etwas kräftiger und nach vorne gebogen. Kühe haben längere Hörner und nach oben gebogen. Mit den Hörnern suchen die Rinder nach Futter. Im Schnee graben die Rinder. Die Rinder suchen nach Gras mit den Hörnern.

In der Schule waren nur junge Kälbchen. Die Hörner waren noch ganz klein.

Ist es nicht gefährlich mit den Schottischen Hochlandrindern in die Schule zu kommen?
Schottische Hochlandrinder sind sehr sanftmütig. Die Schüler müssen keine Angst haben. Aber alle Schüler sollen sich neben den Rindern nur langsam bewegen.

Wenn die Schottischen Hochlandrinder größer sind, dann dürfen die Schüler vielleicht darauf reiten.
Darauf freuen wir uns!

Bau dir eine Erdbeben-Platte

Weißt du noch? Im letzten Artikel habe ich dir erklärt:

  • Wie ist die Erde aufgebaut?
  • Wie entsteht ein Erdbeben?
  • Wie weiß ich, wie stark ein Erdbeben war?
  • Wo gibt es die meisten Erdbeben auf der Welt?
  • Wie kann ich mich vor einem Erdbeben schützen?

Heute will ich mit dir eine Erdbeben-Platte bauen. Dann siehst du: So ungefähr ist es, wenn Häuser bei einem Erdbeben einstürzen.

Du brauchst:

  • 2 Holz-Bretter. Beide Holz-Bretter müssen gleich groß sein. Beide Holz-Bretter müssen ungefähr 20 mal 30 cm groß sein. Wichtig: Die beiden Bretter dürfen nicht zu dünn und nicht zu dick sein. Une
  • 4 Flummis. Die 4 Flummis müssen alle gleich groß sein
  • 2 dicke Gummi-Ringe
  • Bausteine und eine passende Platte

Wenn du auch noch eine Stadt dazu basteln willst, brauchst du noch:

  • doppelseitiges Klebeband
  • 1 Schere
  • Tonpapier
  • 1 Bleistift

Und so baust du deine Erdbebenplatte

  1. Zieh die beiden Gummi-Ringe rechts und links über ein Holz-Brett. Wichtig: Zieh die Gummi-Ringe über die kurze Seite von deinem Holz-Brett. Die Gummi-Ringe sollen ungefähr 4-5 Zentimeter Abstand zur Kante von deinem Holz-Brett haben.                                                                                                                                                                
  2. Leg in jede Ecke von deinem Holz-Brett einen Flummi. Du kannst ausprobieren: Wann wackelt die Erdbeben-Platte stark oder nicht stark. Wenn die Flummis nah an der Brett-Kante liegen oder wenn die Flummis in der Mitte liegen?                                                                                                
  3. Leg das zweite Brett und die Bauplatte auf die Flummis. Zieh dann die Gummi-Ringe vorsichtig über das Brett und die Bauplatte. Am besten lässt du dir dabei helfen. Manchmal reißt der Gummi-Ring. Manchmal rutschen die Flummis weg. Geschafft? Prima. Jetzt sind die Flummis fest zwischen den beiden Holz-Brettern eingeklemmt.                                                                        
  4. Deine Erdbebenplatte ist fertig. Du kannst anfangen zu bauen. Oder du bastelst aus dem Ton-Papier noch eine Stadt. Dann sieht deine Erdbeben-Platte noch schöner aus. Und so bastelst du die Stadt:
  5. Zeichne mit dem Bleistift die Umrisse von verschiedenen Häusern auf das Ton-Papier.
  6. Schneide die Umrisse vorsichtig aus. 
  7. Kleb die ausgeschnittenen Umrisse mit doppelseitigem Klebe-Band an drei Seiten deiner Erdbeben-Platte. Wichtig: Lass eine Seite frei, damit du gut bauen kannst.

Fertig? Dann kann der große Bau-Test anfangen. Du kannst verschiedene Bau-Tests machen:

  • Bau einen möglichst hohen Turm. Wie viele Steine kannst du aufeinander bauen? Wann stürzt der Turm ein?
  • Bau ein Haus und einen Turm. Was stürzt zuerst ein? Das Haus oder der Turm?
  • Bau einen Turm auf die Platte und lass einen anderen an der Platte wackeln. Was passiert?
  • Mach einen Bau-Wettbewerb. Zwei Bau-Meister bauen gegeneinander. Jeder Bau-Meister bekommt gleich viele Bausteine. Wer baut den höheren Turm?

Natürlich habe ich es mit meinen Kindern zusammen ausprobiert. Wir haben davon Fotos gemacht. Schau selbst:

 

Text und Fotos: Sonja