Schreiben mal ganz anders

Im Kunstunterricht haben wir ein Projekt gemacht.

Das Projekt heißt:

„Schrift ohne Stift“.

 

Die Aufgabe:

Wir schreiben Wörter oder Sätze. Wir schreiben ohne Stift.

Schreiben ohne Stift? Das geht doch gar nicht.

Oder doch?

 

Ideensammlung:

Zuerst haben wir Ideen gesammelt. Jeder hat überlegt: Was fällt mir zu „Schrift ohne Stift“ ein?

Unsere erste Reaktion:

„Sollen wir mit dem Mund schreiben?“ –  „Oder vielleicht mit den Füßen?“

Aber unsere Lehrerin hat uns erklärt:

„ Die Hände dürft ihr benutzen. Aber Stifte sind verboten. Auch der Computer ist verboten.“

 

Beispiele von Stefan Sagmeister

Dann hat unsere Lehrerin uns Beispiele von Stefan Sagmeister gezeigt.

Stefan Sagmeister ist ein Grafikdesigner aus Österreich. Heute arbeitet Stefan Sagmeister in New York.

Stefan Sagmeister experimentiert mit

  • verschiedenen Schriftarten (z.B. Druckbuchstaben, Schreibschrift…)
  • verschiedenen Farben (z.B. Sprühfarben, Lack…)
  • verschiedenen Materialien (Stoff, Wolle, Klebeband…) und
  • verschiedenen Schriftgrößen

 

Was wir gelernt haben

Wir haben von Stefan Sagmeister gelernt

Die Wörter müssen als Bilder dargestellt werden

Was heißt das?

Ich überlege mir ein Wort.

Dann suche ich mir verschiedene Materialien. Mit den Materialien gestalte ich mein Wort. Ich entscheide, wie ich ein Wort gestalte, ob ich dem Wort zum Beispiel eine besondere Form gebe

Du kannst mit fast allem schreiben

Du kannst mit Licht, Wasser, Watte, Knöpfen, Kerzen, Menschen und noch vielem anderen schreiben.

Du kannst auch mit Wolle oder Klebebändern riesengroße Wörter schreiben. Die kannst du zum Beispiel in Bäume oder Zäune hängen

Farbe und Material bestimmen die Wirkung von meinem Wort

Manchmal passen Material, Farbe und Wort genau zusammen.

Manchmal machen Farbe und Material die Wirkung des Wortes aber auch stärker oder schwächer oder sagt das Gegenteil.

Beispiel für das Gegenteil

H. erklärt: „Ich habe BUSSI mit Reißnägeln geschrieben. Ich will sagen: Küssen verboten!“

 

Beispiel für Verstärkung

O. sagt zu seinem Wort: „Ich habe heute keine Lust auf Kunstunterricht. Ich bin kaputt und müde. Ich habe keine Kraft und Energie mehr. Mir fehlt POWER. Wenn mein Handy keine Energie mehr hat, muss ich den Akku aufladen. Batterien sind auch Akkus. Deshalb habe ich das Wort POWER mit Batterien geschrieben. Das ist doppelte Power.“

 

Und manchmal versteckt sich auch ein kleiner Gag im Bild. Dann muss ich genau schauen und überlegen. 

H. und F. sagen: „Hej, hier liegen Bohnen rum. Von Bohnen muss man doch pupsen…“

Nicht jeder versteht jeden Gag. Den Gag muss aber auch nicht jeder verstehen.

 

Wir hatten viele Ideen und viel Spaß. Hier siehst du Beispiele von uns:

Vielleicht magst du es ja auch selber ausprobieren. Nur Mut! Es ist gar nicht schwer.

Text: Tobias und Sonja; Fotos: privat

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