Fairtrade – jeder kann fair handeln

Kennst du dieses Zeichen? 

Es ist englisch und heißt: Fair Trade.

Auf Deutsch: fairer Handel.

 

Das bedeutet: Arme Menschen in Südamerika, Afrika und Asien  können eine Arbeit finden und Geld für ihre Familien verdienen. Die Menschen bekommen einen gerechten Lohn für ihre oft schwere Arbeit. Die Menschen werden bei der Arbeit gut behandelt und nicht geschlagen.

Die Kinder können in die Schule gehen und lernen. Die Kinder dürfen spielen. Sie müssen nicht arbeiten und Geld verdienen.

Im Ethikunterricht haben wir viel über gerechten Handel gesprochen. Dabei haben wir viel gelernt. Egal, ob einer groß ist oder klein, jung oder alt: jeder kann fair sein. Du kannst sogar schon fair sein und fair handeln, wenn du dir nur eine Banane kaufst. Das glaubst du nicht? Wir erklären dir wie das geht.

Die Geschichte der „fairen Banane“

Die meisten Banane wachsen in Mittel- und Südamerika, aber auch in armen Ländern von Afrika. Auch wenn die Menschen in diesen armen Ländern sehr viele Bananen ernten und verkaufen, bekommen sie nur sehr wenig Geld für die Bananen. Das ist unfair. Damit das besser wird, haben sich Menschen aus der ganzen Welt zusammen getan und setzen sich gemeinsam für „Fairen Handel“ ein. Für die „faire Banane“ heißt das:

Die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Bananenplantagen sollen so gut behandelt werden. Sie sollen genug Geld für ihre Arbeit bekommen. Genug Geld heißt, nicht nur Geld für Lebensmittel. Das Geld reicht auch für Werkzeuge und Medikamente und es können Schulen, Brunnen und Krankenhäuser gebaut werden. Deshalb ist die „faire Banane“ im Supermarkt auch ein kleines bisschen teurer als die „normale Banane“. 

Wenn du so eine „fairer Banane“ kaufst, bist auch du selber fair. Du hilfst mit, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Bananenplantagen einen gerechten Lohn bekommen und so viel Geld verdienen, dass sie davon leben können. 

Eine Idee aus dem Ethikunterricht in Hohenwart

Die Geschichte von der „fairen Banane“ hat uns zum Nachdenken gebracht. Im Ethikunterricht haben wir einen Ausflug in einen Supermarkt in Hohenwart gemacht.

Wir haben gesucht: Welche Lebensmittel aus fairem Handel gibt es dort?

Wir haben viel gefunden: Schokolade, Kaffee, Bonbons, Gummibärchen, Zucker, Bananen, Eis, Tee,…

Aber: Wir haben keinen Kaba aus fairem Handel gefunden. Das ist sehr schade. Fairen Kaba wollten wir alle gern trinken. 

Dann haben wir überlegt:

Können wir Schüler es schaffen, dass der Supermarkt Kaba aus fairem Handel verkauft?

Was müssen wir machen, damit der Supermarkt Kaba aus fairem Handel verkauft?

Wir haben einen Brief an den Geschäftsführer von unserem Supermarkt geschrieben. Wir haben gefragt, warum es in dem Supermarkt keinen fairen Kaba gibt. Wir haben geschrieben, dass wir darüber traurig sind. Dann haben wir geschrieben: Bitte verkaufen Sie doch in Zukunft Kaba aus fairem Handel. Wir kennen viele Menschen, die diesen Kaba gern trinken und ihn bei Ihnen einkaufen kommen werden.

Und es hat geklappt! Wegen unserem Brief gibt es in diesem Supermarkt Kaba aus fairem Handel. 

Den Brief haben wir schon vor mehr als einem Jahr geschrieben. Immer wieder schauen wir nach: Gibt es den fairen Kaba noch immer in Hohenwart zu kaufen? Ja, es gibt auch nach über einem Jahr noch immer fair gehandelten Kaba in Hohenwart im Supermarkt – wegen uns! 

Darauf sind wir sehr stolz!

Und du?

Schau doch auch mal nach! Gibt es im Supermarkt bei dir auch Waren aus fairem Handel? Nein? Dann frag doch mal nach. Vielleicht klappt es bei dir auch so gut wie bei uns. 

Schreib uns an: info@buntesblatt.de

Text: C.B.  und Sonja, Bilder: privat

 

Das Bunte Blatt hat Post bekommen. Florian M. hat uns einen Brief geschrieben:

Ausflug in das Fairhandelshaus

Am Freitag sind wir (mit der Klasse) zusammen in das Fairhandelshaus nach Amperpettenbach gefahren, und haben dort die Frau Knöpfle getroffen. Wir haben dort viel gelernt und gearbeitet. Danach haben wir einen Film angeschaut. In dem Film ging es um Kinder die den ganzen Tag Bälle zusammen nähen müssen. Sie bekommen einen sehr niedrigen Lohn dafür. Um Essen zu kaufen, müssen alle aus der Familie arbeiten. Der Faire Handel garantiert den Arbeitern einen gerechten Lohn. Auf der ganzen Welt ist es gerade nur 1% die fair gehandelt werden. Diese Leute die den fairen Handel brauchen leben in Südamerika, Philippinen, Asien Kongo, Afrika, Indien, Ägypten, Indonesien. Am Schluss haben wir uns noch umgeschaut und wen wir wollten durften wir etwas einkaufen.

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