„Die Schule war meine zweite Heimat“

Andreas P. besuchte die Dr. Karl-Kroiß-Schule – kurz „DKKS“.
Das ist eine Förderschule mit dem Förder-Schwerpunkt „Hören und Komunikation“.
Dort lernen Kinder und Jugendliche mit einer Hörschädigung in kleinen Klassen
und mit besonderes ausgebildeten Lehrern.

Andreas P. ist heute 30 Jahre alt.
Er ist Winzer und arbeitet im Weingut Juliusspital Würzburg.

Wir wollten Andreas P. eigentlich gern persönlich interviewen.
Leider war ein Treffen nicht möglich, denn wegen der Corona-Pandemie gab es die Kontakt-Verbote.
Aber Andreas P. hat unsere Fragen schriftlich beantwortet.
Und er hat uns auch tolle Fotos zur Verfügung gestellt, die wir hier veröffentlichen dürfen.
Dafür danken wir sehr!

Welche Hörschädigung haben Sie?

„Ich bin hochgradig schwerhörig.
Meine Schwerhörigkeit wurde mit 5 Jahren festgestellt.
Ich trage 2 Hörgeräte.“

 

Welche Erinnerungen haben Sie noch an Ihre Schulzeit?

„Ich habe nur gute Erinnerungen an meine Schulzeit.
Die Schule war meine zweite Heimat.“

 

Wie und wo ging es nach der Schulzeit weiter?

„Ich habe 2007 meine Ausbildung zum Winzer
in einem kleinen Familien-Weingut in Nordheim gemacht.“

 

 

Wie kamen Sie auf die Idee, diesen Beruf zu wählen?

„Ich bin durch meine Tante auf den Beruf Winzer gekommen.
Da wir zu Hause auch Weinberge haben,
bin ich von klein an damit aufgewachsen.“

 

 

Wie haben Sie Ihre Ausbildungszeit erlebt?

„Ich hatte das Glück, dass ich eine kleine Berufsschulklasse hatte.
Und ich habe auch einen tollen Ausbildungsbetrieb erwischt.
Meine Klassenkameraden und Arbeitskollegen waren super.“

 

 

Welche Erfahrungen machen Sie als Mensch mit Hörschädigung mit Kollegen oder Kunden (z.B. in der Kommunikation)?

„Sie sprechen manchmal zu schnell und leise.
Teilweise auch undeutlich und verdecken den Mund ab und zu.
Sichtkontakt war teilweise nicht vorhanden.“

 

Welche Pläne oder Wünsche haben Sie für die nächsten Jahre?

„Dass man sein Leben noch lange und gesund genießen kann
und viele schöne Jahre hat.“

 

Zurück zur Schulzeit: Haben Sie etwas vermisst? Was hätte besser laufen können?

„Für mich ist damals alles gut gelaufen
und es waren auch echt schöne 11 Jahre,
es war fast meine zweite Familie in Würzburg.“

 

Haben Sie einen Rat oder Wunsch für unsere Abschluss-Schüler?

„Immer nach vorne schauen und positiv denken.
Man sollte sich nicht verrückt machen später in seinem Berufsleben.
Was ich geschafft habe, schaffen auch andere.“

 

 

Haben Sie zum Schluss für uns noch eine lustige Geschichte aus Ihrer Schulzeit in der DKKS?

„Da gibt es so viele schöne Geschichten,
weil es einfach die schönsten 11 Jahre auf der Schule waren
und es waren auch die besten Lehrer dort.“

 

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und freuen uns über die Komplimente!
Wir wünschen auch Andreas P. alles Gute für die Zukunft!

Interview: Anke
Fotos: Andreas P.

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