Von der Biene zum Honig

Wie sieht so eine Honigbiene überhaupt genau aus?

Der Körper von einer Biene hat 3 Teile: Kopf, Brust und Hinterleib. An der Brust sind die 6 Beine und die 4 Flügel der Biene.
Bienen haben keine Knochen wie wir Menschen, sondern einen harten Panzer aus „Chitin“. Die Honigbiene ist dunkelbraun und hat feine Haare am Körper. Sie wird ungefähr 1,5 Zentimeter lang.
Weibliche Bienen und die Bienen-Königin haben einen Stachel am Hinterleib, männliche Bienen nicht.

Weibliche Bienen nennt man Arbeiterinnen oder Arbeiter-Bienen. Männliche Bienen nennt man Drohnen. Die Drohnen sind etwas länger und breiter als die Arbeiter-Bienen. Am längsten ist aber die Königin!

Suche die Königin in dem Bild!

Die Biene kann bis zu 25 Kilometer in der Stunde fliegen. Das ist ungefähr so schnell, wie ein schneller Radfahrer fährt.

Warum haben Bienen einen Stachel?

Die Bienen brauchen ihren Stachel, um sich gegen Feinde zu wehren. Verfangen sich die Bienen in unserer Kleidung, fühlen sie sich bedroht. Dann können sie uns stechen. Beim Stechen spritzen sie ein Gift ab, das uns schmerzt. Für Menschen mit einer Insektengift-Allergie kann der Stich sogar sehr gefährlich werden!

Der Stachel der Arbeiter-Bienen hat einen Haken. Er ist wie ein Angelhaken gebogen. Deshalb bleibt der Stachel einer Biene auch in unserer Haut stecken. Dadurch wird die Biene verletzt und stirbt kurz nach dem Stich.
Die Bienen-Königin ist die einzige Biene, die mehrmals stechen kann. Ihr Stachel hat keinen Haken.
Stechen können also nur die Arbeiter-Bienen und die Königin – die Drohnen nicht! Die Drohnen haben nämlich keinen Stachel.

Am besten bleibt man ganz ruhig, wenn eine Biene in unsere Nähe kommt. Die Bienen stechen ja nur, wenn sie sich bedroht fühlen!

Wie leben Bienen?

Honigbienen leben in einem Volk mit vielen Bienen in einem Bienen-Stock zusammen.

Hier ist der Bienen-Stock in einer Holzkiste

Hier ist der Bienen-Stock an einem Baum

 

 

 

 

 

Bei den Honigbienen gibt es ungefähr 30.000-60.000 Arbeiter-Bienen. Von den männlichen Bienen (Drohnen) gibt es ungefähr 1.000-2.000 in jedem Bienen-Volk. Von der Königin gibt es nur eine einzige.
Die Königin kann bis zu 4 Jahre alt werden! Aber das Wichtigste ist: Nur die Königin kann Eier legen – bis zu 2.000 Stück am Tag! Aus den Eiern werden die Larven und später die Bienen.

Larve einer Biene

Bienen mit Larven in den Waben

 

 

 

 

 

Nur eine (!) Larve bekommt ganz besonderes Futter (= das „Gelee Royale“). Daraus wird dann die nächste Königin. Aus den anderen Larven werden die Arbeiter-Bienen und die Drohnen.
Wird das ganze Bienen-Volk zu groß, fliegt die neue Königin mit einem Teil der Bienen fort. Die neue Königin bildet dann einen neues, eigenes Bienen-Volk.

Wie kommunizieren die Bienen miteinander?

Bienen kommunizieren durch Düfte, durch kleine schnelle Bewegungen und durch verschiedene „Tänze“. Zum Beispiel erkennen die Bienen aus einem bestimmten „Tanz“ einer Biene, wo sich volle Blüten befinden. So können dann auch die anderen Bienen die Blüten finden.

Wie machen die Bienen Honig?

Nur die Arbeiter-Bienen machen den Honig. Die Drohnen und die Königin nicht! Die Drohnen haben nur 1 Aufgabe: Sie paaren sich mit der Königin. Danach sterben sie.

Die Arbeiter-Bienen schwärmen aus und sammeln Honigtau und den Nektar, also den Saft aus den Blüten. Aus dem Nektar, dem Honigtau und den Blüten-Pollen machen sie den Honig.
Eine Biene muss ungefähr 1000 Blüten anfliegen, um ihren Bauch zu füllen. Zurück im Bienen-Stock würgt sie dann den Honig wieder aus. Die Bienen im Bienen-Stock schlucken den Honig auch noch viele Male und würgen ihn wieder aus. Das machen sie so lange, bis kaum noch Wasser im Honig ist. Erst dann wird es „richtiger Honig“!

Eine Arbeiterin macht aber nicht nur Honig. Sie hat noch viel mehr Aufgaben:

  • sie macht das Wachs für den Bau,
  • sie baut das Nest,
  • sie kümmert sich um die Larven,
  • sie sammelt Nahrung,
  • sie putzt den Bienen-Stock und
  • sie verteidigt den Bienen-Stock gegen Feinde.

 

Eine Arbeiter-Biene macht in ihrem kurzen Leben (2-4 Wochen im Sommer) ungefähr einen Teelöffel Honig. Dafür muss die Biene zu sehr vielen Blüten fliegen!
Der Honig ist aber eigentlich nur für die Bienen gedacht: als Nahrung für ihre Larven, für die Königin und für alle anderen Bienen. In den Waben werden der Honig und die Blütenpollen gesammelt und damit die Larven und die jungen Bienen aufgezogen.
Aber wir Menschen lieben natürlich auch den Honig und nehmen uns einen großen Teil von den Bienen … Das macht ein Imker. Zu der Arbeit eines Imkers gibt es hier einen eigenen Beitrag!

 

 

 

 

Warum sind Bienen so wichtig?

Biene mit „gelber Hose“ auf einer Blüte (Löwenzahn)

Die Bienen fliegen von Blüte zu Blüte. Dabei nimmt jede Biene den Nektar und den Honigtau aus den Blüten mit. Ein paar Pollen aus den Blüten bleiben an der Biene hängen. Das sieht aus wie eine bunte Hose! Die Farbe der Hose hängt von der Farbe der Blüten ab, auf denen die Biene gerade war.
Wenn die Biene dann zu einer anderen Blüte fliegt, verliert die Biene dort wieder Pollen von ihrer Hose. So werden die Blüten bestäubt. Man sagt auch „befruchtet“. Jetzt können wieder neue Pflanzen und Blumen wachsen.

 

 

 

Text: Simone und Alex; Bilder: pixabay

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