Das Leisten-Krokodil

Leisten-Krokodile leben zum Beispiel im Norden von Australien.
Die Menschen in Australien nennen sie auch „Salties“. Das kommt von dem englischen Wort „salt“ (deutsch: Salz).
Wir sagen auch Salz-Wasser-Krokodile zu den Leisten-Krokodilen.
Warum? Leisten-Krokodile können auch im Salz-Wasser (=Meer-Wasser) leben. Das können alle anderen Krokodile nicht. 
Sie sind außerdem besonders groß und manchmal auch gefährlich. Es ist spannend, wie sie leben und wie sie sich ernähren.

Aussehen

Krokodile sind Echsen. Sie gehören zu den ältesten Tier-Gruppen. Sie existieren schon seit 230 Millionen Jahren auf der Erde.
Sie haben sich bis heute wenig verändert. Sie haben einen flachen, langen Körper und vier Beine. Die Vorder-Beine haben 5 Zehen. Die Hinter-Beine haben 4 Zehen. Zwischen den 4 Zehen hinten sind Schwimm-Häute.

Der lange Schwanz hat einen sehr starken Muskel. Damit kann das Krokodil schnell und weit schwimmen. Er hilft dem Krokodil auch dabei, aus dem Wasser zu springen. So kann es gut die Beute fangen.

Leisten-Krokodile können bis zu 6 Metern lang werden. Einige werden sogar noch länger.
Das größte Leisten-Krokodil in Gefangenschaft war „Cassius“. Er wurde 1984 in der Nähe von Darwin gefangen. Davor hatte er viele Boote zertrümmert. 2011 war er 5,48 m lang.

Leisten-Krokodile haben ein breites Maul. In diesem Maul sind 60 bis 70 scharfe, kegelförmige Zähne. Diese fallen immer wieder aus, und es wachsen neue Zähne nach.

 

Krokodile haben einen Schuppen-Panzer. Er schützt das Krokodil vor Verletzungen.

 

Die Augen sitzen hoch oben am Kopf. So können die Krokodile aus dem Wasser heraus beobachten, was an der Oberfläche passiert. Dazu müssen sie nicht ganz auftauchen.

Die Nase ist sehr lang. Ganz vorne liegt die Nasenöffnung. Zum Atmen müssen die Krokodile nur die Spitze von der Schnauze aus dem Wasser strecken.

Lebensraum

Krokodile sind wechselwarme Tiere.
Sie brauchen die Sonne und warme Temperaturen. Deshalb leben Leisten-Krokodile in den Tropen. Sie brauchen ein Körpertemperatur von 30 bis 33 Grad Celsius.
Damit sie diese Temperatur erreichen können, müssen sie sich in die Sonne legen. Dafür kommen sie aus dem Wasser heraus und legen sich an das Ufer. Krokodile können monatelang ohne Essen leben, aber sie können nicht ohne Wärme leben. 

Leisten-Krokodile leben in den Küstengebieten am Meer, aber auch in Flüssen und in Seen. Sie können bis zu 600 km weit entfernt vom Meer vorkommen.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt ungefähr 50 Eier in ein Nest am Ufer.
Das Geschlecht der kleinen Krokodile ist von der Temperatur im Nest abhängig:

  • unter 30 Grad Celsius gibt es nur weibliche Krokodile
  • bei 31 Grad Celsius gibt es männliche und weibliche Krokodile
  • bei 32 bis 33 Grad Celsius gibt es nur männliche Krokodile

Von den 50 Eiern werden ungefähr 25 ausgebrütet.
Oft überlebt dann nur ein kleines Krokodil von den 25 jungen Tieren. Dieses wird dann erwachsen.

Feinde

Das Weibchen legt viele Eier. Aber nur wenige von den jungen Tieren überleben.
Warum?
Krokodile haben viele Feinde: Schweine, Warane, große Vögel, andere Krokodile ….
Für die erwachsenen Tiere gibt es nur einen Feind. Das ist der Mensch. Menschen jagen Krokodile wegen ihrer Haut. Daraus wird Leder gemacht. Aus dem Leder kann man Schuhe, Handtaschen, Gürtel … machen. Außerdem kann man Krokodil-Fleisch essen. In Australien kannst du zum Beispiel Krokodil-Burger kaufen. 

Jagd

Die Beute-Tiere sind: Fische, Frösche, kleine Säugetiere oder auch kleine Krokodile.
Die großen Leisten-Krokodile reißen nur ungefähr einmal in der Woche ein Beute-Tier.
Wenn das Krokodil das Beute-Tier mit den Zähnen gefasst hat, zieht es das Beute-Tier unter das Wasser. Da ertrinkt das Beute-Tier dann. Nun kann das Krokodil Stücke aus dem Beute-Tier herausreißen.
Krokodile können nicht kauen. Deshalb schlucken sie die Fleischstücke ganz herunter.

Krokodile sind sehr gute Jäger. Sie sind schnell und geschickt. Meistens jagen sie in der Nacht. Dann liegen sie still im Wasser und warten, bis die Beute in ihre Nähe kommt. Dabei kannst du die Krokodile fast nicht sehen und hören.

Krokodile nähern sich auch ganz leise dem Ufer und schnellen dann aus dem Wasser, um die Tiere am Ufer mit ihren spitzen Zähnen zu packen.

Sind Krokodile gefährlich?

Das Leisten-Krokodil kann für die Menschen in ihrer Nähe gefährlich werden. Aber nur dann, wenn es sich bedroht fühlt. Dann greift es an. Deshalb dürfen die Menschen dort nicht ins Wasser gehen, wo es Leisten-Krokodile geben kann. Beim Angeln oder beim Spazieren gehen dürfen die Menschen auch nicht zu nah an den Wasserrand gehen. 

Schutz

Die Menschen in Australien dürfen seit 1971 das Leisten-Krokodil nicht mehr jagen. Seitdem steigt die Anzahl der Krokodile in Australien wieder an: von 7000 auf 70.000.

Krokodile werden in Fallen gefangen und da ausgesetzt, wo keine oder nur wenige Menschen wohnen. So werden sie für die Menschen nicht gefährlich.
Dafür gibt es in Australien Programme von der Regierung.
Zum Beispiel: Es gibt Fallen in Darwin Harbour. Dort werden jedes Jahr 130 Krokodile gefangen und woanders wieder ausgesetzt.
Krokodile, die schon einmal einen Menschen getötet haben, dürfen auch abgeschossen werden.

Interessantes über das Leisten-Krokodil

Bubi-TippLeisten-Krokodile laufen mit einer Geschwindigkeit von 1-2 km pro Stunde auf dem Land. Sie können aber kurzfristig 17 km pro Stunde schaffen z.B. bei der Jagd.

Man weiß, dass Krokodile sehr intelligent sind. Sie haben nur ein kleines Gehirn. Dieses ist aber sehr gut entwickelt.

Krokodile können mindestens eine Stunde lang unter Wasser bleiben.

 

 Text: Konni –  Fotos: Pixabay, Konni

Steckbrief

Art

Leisten-Krokodil

Herkunft

Australien, Indien, Süd-Ost-Asien

Länge

1,2m bis zu 6m und länger

Gewicht

bis zu 1 t (1 Tonne=1000kg)

Farben

graubraun, goldbraun

Feinde für erwachsene Tiere

keine Feinde in der Natur,
nur der Mensch

Lebensraum

Ozeane, Flüsse und Sümpfe

Lebenserwartung

ungefähr 70 Jahre, manchmal noch mehr

 

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