Weihnachten in aller Welt

Bald ist Weihnachten und das Christkind kommt!

Wir wohnen in Deutschland. Viele Kinder wohnen nicht in Deutschland, sondern in anderen Ländern. Dort ist es vielleicht sehr heiß oder es gibt keinen Schnee an Weihnachten.

Hast du dir schon einmal überlegt: Wie feiern andere Kinder Weihnachten?

Wir erklären dir heute: Wie feiern Kinder Weihnachten, die nicht in Deutschland leben?

 

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Weihnachten in Irland

 

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Die Iren hängen Mistelzweige auf. Sie dekorieren ihre Häuser mit Mistelzweigen. Die Mistelzweige sollen zeigen: Wir wünschen uns Frieden! Viele Leute sagen außerdem: Wenn Frau und Mann gleichzeitig unter einem Mistelzweig stehen, dann müssen sie sich küssen.

 

eisbadenIrland ist eine große Insel. Hier gibt es viele Küsten! An Weihnachten springen mutige Menschen morgens ins eiskalte Wasser. Das Weihnachtsbaden machen einige Iren für einen guten Zweck: Sie sammeln bei den Zuschauern Geld für arme Leute.

 

 

strohNoch eine gute Tat an Weihnachten: In der Gegend „Kerry“ basteln Jugendliche ein Kostüm aus Stroh. An Weihnachten singen und tanzen sie in Stroh-Kostümen auf der Straße. Warum? Sie sammeln auch Geld für arme Leute.

 

mann_putztDer 6. Januar ist der letzte Tag in der Weihnachtszeit. In Irland heißt dieser Tag „Weihnacht für die Frau“. Die Frauen dürfen an diesem Tag nicht im Haushalt arbeiten. Die Männer müssen kochen. Sie müssen auch die Wohnung aufräumen und die Weihnachts-Dekoration wegräumen.

 

Text: Anke; Bilder: pixabay.de

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Griechenland

 

An Weihnachten gehen die Kinder in Griechenland von Haus zu Haus. Sie singen Lieder. Das heißt „Kalanda“. Die Leute hören den Kindern zu. Die Leute schenken den Kindern Feigen, Rosinen und Plätzchen.

Besondere Plätzchen in Griechenland sind „Kourambiedes“ (Butterplätzchen mit Mandeln und viel Puderzucker) und „Melomakarona“ (Plätzchen mit Honigsirup).

Früher war das Weihnachtsfest in Griechenland ein sehr ruhiges Fest. Die Leute haben in der Familie Weihnachten gefeiert. Sie hatten keinen Weihnachtsbaum. Am 23. Dezember brannte ein Weihnachtsfeuer. Warum? Damit das Christkind im kalten Winter nicht friert. Die Menschen haben dafür das beste Stück Holz aufgehoben. Die Kinder haben um das Feuer getanzt und gesungen.

Heute ist das Weihnachtsfest in Griechenland fast wie in Deutschland: Es gibt einen Weihnachtsbaum, die Menschen singen, und es gibt Geschenke.

Die Geschenke bekommen die Kinder in Griechenland aber erst am 31. Dezember. Das ist der Tag des heiligen Vassilius.

 

 

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Weihnachten in Mexiko

 

 

In Mexiko ist es zur Weihnachtszeit richtig heiß. Es ist Sommer in Mexiko. Trotzdem feiern die Menschen in Mexiko das Weihnachtsfest.

krippe-mexikoDie Kinder in Mexiko basteln Figuren für das Weihnachtsfest. Die Figuren sind: Maria, Josef, das Jesuskind und ein Esel. Die Kinder gehen am Weihnachtstag mit den Figuren durch das Dorf. Das heißt „Posada“ – und bedeutet: Herberge.
Die Kinder gehen mit den Figuren von Haus zu Haus und singen. Manchmal dürfen sie in das Haus gehen. Dann gibt es eine kleine Feier. Die Kinder dürfen eine „Pinata“ zerschlagen. Eine „Pinata“ ist ein Gefäß aus Ton. In dem Gefäß sind viele Süßigkeiten und Früchte. Die dürfen die Kinder dann essen.

hl-drei-koenige-mexikoDie Geschenke bekommen die Kinder in Mexiko erst am 6. Januar. Die Kinder stellen am Abend Schuhe an das Fenster. Und am Morgen sind die Geschenke in den Schuhen. Die Geschenke bringen die Heiligen Drei Könige.

 

Text: Carola; Bilder: pixabay.de

 

australia-162232_960_720Weihnachten in Australien

So feiern die Menschen „am anderen Ende der Welt“ Weihnachten:

 

dsc_0835-1In Australien ist es im Dezember sehr warm. Es ist Sommer in Australien. Trotzdem gibt es überall Weihnachtsschmuck. Es gibt keinen echten Schnee. Deshalb schmücken die Menschen ihre Schaufenster mit künstlichem Schnee.

Die Menschen dort feiern den Heiligen Abend nicht. Sie feiern erst am ersten Weihnachtstag, also am 25.12.. Dann ist „Christmas Day“. Die Kinder bekommen an dem Tag die Geschenke. Die Kinder glauben: „Santa“ bringt die Geschenke in seinem Schlitten. Manche Kinder glauben auch: Sechs weiße Kängurus ziehen den Schlitten.

Die ganze Familie und viele Freunde essen zusammen zu Hause oder am Strand. Jeder bringt etwas zum Essen mit. Oft grillen sie Fisch und Fleisch.

Text: Konni; Bilder: Louisa Engelskirchen (privat); pixabay.de

 

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 Weihnachten in Italien

 

 

Die Menschen feiern in Italien rund um Weihnachten viele Feste:

flea-market-580580_640rome-515878_640Am 8.Dezember feiern die Italiener Maria Empfängnis. In einigen Regionen Italiens bereiten sich die Menschen nun schon auf Weihnachten vor: sie schmücken die Straßen in der Stadt und die Schaufenster in den Geschäften. In Italien bauen und basteln die Menschen schon sehr lange Krippen: 1223 hat Franz von Assisi die erste Krippe für seine Stadt gebastelt. Besonders im Süden gibt es heute sehr viele Krippen- Werkstätten. Viele Italiener stellen deshalb bereits am 8.Dezember ihre Krippe auf – das Jesuskind wird aber noch nicht hineingelegt.

Wie in Australien feiern die Menschen in Italien Weihnachten nicht am 24.Dezember, sondern am 25. Dezember. Deshalb legen die Italiener in der Nacht vom 24. auf 25.Dezember das Jesuskind in die Krippe. Am 25.Dezember gibt es dann am Morgen die Geschenke. Die Geschenke liegen meist neben der Krippe oder unter dem Weihnachtsbaum.

 

Zu Weihnachten essen die Italiener traditionell „panettone“, einen süßen Kuchen mit Rosinen und kandierten Früchten oder „pan d´oro“. Das ist auch eine süßer Kuchen, der mit Puderzucker oder Kakao bedeckt ist und manchmal noch mit einer Creme (z.B. Schokolade oder Vanille) gefüllt ist.

Am 06. Januar gibt es in Italien noch ein großes Fest. Es heißt „Befana“. Befana ist eine gute Hexe. Die Menschen erzählen, dass Befana nicht schnell genug zur Krippe aufgebrochen ist. Sie hat deshalb den Stern von Bethlehem nicht mehr sehen können. Auf ihrem Weg zur Krippe fliegt sie nun nachts durch die Schornsteine. Die Kinder stellen deshalb ihre Schuhe vor die Tür oder hängen ihre Strümpfe an den Kamin. Befana steckt dann den artigen Kindern Geschenke in die Schuhe oder Strümpfe. Die bösen Kinder finden in ihren Schuhen allerdings Kohlestückchen .

 

Text: Martina; Bilder:privat und pixabay.de

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