Namibia – Ein Stück deutsche Geschichte in Afrika

Steckbrief:
Namibia

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Land: Namibia
Kontinent: Afrika
Hauptstadt: Windhoek
Einwohner: 2,1 Millionen (aus 12 verschiedenen Völkern)
Geld: Namibia-Dollar
Amtssprache: Englisch

Das Land Namibia

Namibia ist ein Land in Afrika.
Namibia liegt im Südwesten von Afrika.

Die Nachbarländer von Namibia sind:
       – im Norden: Angola
       – im Osten: Botswana und Sambia
       – im Süden: Südafrika 
Im Westen grenzt Namibia an den Atlantischen Ozean.
Die Küste von Namibia ist etwa 1500 km lang.africa-148873_640

In Namibia gibt es zwei große Wüsten: die Namib-Wüste und die Kalahari-Wüste.
In der Wüste ist es am Tag sehr heiß und in der Nacht oft sehr kalt.
Für Menschen und Tiere ist es dort schwer zu leben.

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Der Name „Namibia“ kommt von der Namib-Wüste.

 

Namibia ist 824.292 Quadratkilometer groß. Das ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland.
In Namibia leben 2,1 Millionen Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland leben 82 Millionen Menschen.
Das bedeutet: In Namibia leben viel weniger Menschen auf sehr viel mehr Land verteilt als in Deutschland. Das Land ist sehr dünn besiedelt.

 

Die Geschichte von Namibia

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Die Felsenmalereien von Twyfelfontein                          sind etwa 10 000 Jahre alt.

Im Norden von Namibia wohnen schon seit vielen tausenden Jahren Menschen.

Im 15. Jahrhundert entdeckten Seefahrer aus Portugal das Land für Europa. Das Land interessierte die Europäer zuerst nicht, weil es so viel Wüste gibt.

Ab 1800 kamen viele Menschen aus Europa (vor allem aus England, Portugal und Deutschland) nach Namibia.
An der Küste von Namibia gibt es viele Diamanten. Diamanten sind sehr wertvolle Edelsteine. Sie sind die Schätze von Namibia.

1883 „kaufte“ ein deutscher Kaufmann einem Häuptling das Land ab.
Das Land hieß jetzt Deutsch-Südwestafrika.
Das Land wurde eine deutsche Kolonie.
Deutsche Siedler kamen nach Afrika. Sie wollten Diamanten finden und in Afrika leben. Sie kauften fast das ganze Land. Die afrikanischen Einwohner waren ihre Arbeiter.
Die afrikanischen Einwohner wehrten sich gegen die Siedler. Es gab einen Krieg und viele Menschen starben.

1920, nach dem ersten Weltkrieg, mussten die Deutschen das Land an Südafrika abgeben.
Namibia wurde ein Teil von Südafrika.

Erst seit 1990 ist Namibia ein unabhängiges Land.

Bubi-TippNoch heute sprechen einige Namibier deutsch.
Viele Touristen kommen aus Deutschland nach Namibia.
Das Diamanten-Gebiet an der Küste ist jetzt aber ein Sperrgebiet.
Das heißt: kein Tourist darf dort hin.

 

Die Menschen in Namibia

Namibia ist ein Vielvölkerstaat.
Dafür gibt es zwei Gründe:
1. Die Kolonialmächte haben die Grenzen ihrer Kolonien in der Kolonialzeit eingeteilt wie sie wollten.
2. Die Vorfahren der Völker sind in der Vergangenheit  aus vielen verschiedenen Regionen in das heutige Gebiet von Namibia gezogen.

In Namibia wohnen heute 2,1 Millionen Menschen.
Die Namibier heute sind Menschen aus vielen verschiedenen Völkern: z.B. Ovambo, Herero, Himba, San, Buren, deutsche Siedler.

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Himba-Frau

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Herero-Frau

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Die Amtssprache in Namibia ist Englisch – damit wird keine Völkergruppe bevorzugt.
Es gibt daneben noch viele Nationalsprachen: z.B. OshiKwanyama, Oshindonga, Otjiherero, Afrikaans und auch Deutsch.
Deshalb sprechen die Menschen in Namibia oft auch mehrere Sprachen.

Bubi-TippEs gibt noch etwa 22 000 deutschstämmige Einwohner in Namibia.
Sie sprechen deutsch.
Es gibt auch mehrere deutsche Privatschulen und Kindergärten.
In manchen Orten gibt es auch noch deutsche Straßennamen und Schilder.

Die meisten Menschen wohnen im Norden von Namibia.
Im Norden von Namibia regnet es manchmal und die Menschen können Gemüse anbauen und Tiere halten.
Sehr viele Menschen wohnen auch in der Hauptstadt Windhoek oder ganz in der Nähe.
In Windhoek gibt es eine Universität, Krankenhäuser, Kinos, Schulen, Restaurants, Hotels, einen Flughafen.
In den Wüstenregionen leben fast keine Menschen.

Windhoek ist die Hauptstadt von Namibia.

Windhoek ist die Hauptstadt von Namibia.


Die Tiere in Namibia

In Namibia leben sehr viele Tierarten frei.
Im Norden von Namibia ist der „Etosha National Park“.
Hier können Touristen viele wilde Tiere sehen: Elefanten, Leoparden, Büffel, Nashörner, Giraffen, Zebras, Antilopen, Hyänen, Flamingos und mit viel Glück auch Löwen.
Viele dieser Tiere kennen wir in Deutschland nur aus dem Zoo.

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Text: Carola; Bilder: privat, pixabay

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