10 Tage in Dubai und Abu Dhabi

Ein Bericht von Peter Funke

Sharjah-Innenstadt

 

Im Oktober 2016 ist Peter Funke in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist. Dort hat er die Gehörlosenschule in Sharjah besucht. Über seine Reise hat er einen Bericht geschrieben. Den ganzen Bericht kannst du in der Zeitschrift „Die Neue für Gehörlose“ (4/16) lesen. Hier ist nur ein kleiner Teil aus dem Bericht. Das Bunte Blatt hat den Bericht leicht verändert.

 

 

Besuch in der Gehörlosenschule in Sharjah

Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate

 

1993 hat Peter Funke die Schule in Sharjah schon einmal besucht. Damals hat sie ihm noch nicht so gut gefallen. Jetzt ist es aber ein interessanter Besuch. Die Schule ist gut. Der Staat fördert die Schule für Hörbehinderte: 80% der Schüler haben einen Tinnitus und 20% der Schüler sind taub. 100.000 Dirham (das sind ungefähr 24 320 Euro) bezahlt der Staat für einen Schüler mit Tinnitus.

 

 

Er schreibt:

Es gibt eine Gehörlosenschule in Sharjah. Sharjah liegt in der Nähe von Dubai. Vor 23 Jahren war ich schon mal dort. Damals musste ich durch die Wüste fahren. Heute gibt es viele sehr hohe Häuser. Breite 6-spurige Straßen führen durch neue Stadtteile.

Die Schule hat sich verändert. Sie ist modern geworden. Sie hat jetzt schöne, helle Räume. 25 hörende Lehrer/innen, hörende Dolmetscher und auch ein Sheriff (Polizist) arbeiten dort. Die gehörlose Stellvertretende Direktorin zeigte mir viel.

Die Lehrer können die Lautsprache und die Gebärdensprache. Sie können auch vom Mund (Mimik) ablesen. 10 gehörlose Mädchen und 57 Jungen besuchen die Schule. Im Kindergarten sind die 3 bis 5jährigen Kinder. In der Schule gibt es gibt 3 Klassen:

  • Unterklasse für 6 bis 8jährige
  • Mittelklasse für 9 bis 11jährige
  • Oberklasse für 12 bis 15jährige

Ein Schüler an der elektronischen Tafel

Prima 😀 : In der Mittelklasse bekommt jedes Kind einen Laptop-PC zum Arbeiten. Es gibt keine Hefte und Bücher mehr. Die Kinder haben keine schwere Rückentasche mehr! Jedes Kind soll lernen, Aufsätze zu schreiben und zu rechnen. Es gibt auch keine Tafel mit Kreide mehr. Es gibt eine moderne, leuchtende Tafel mit elektronischem Stift

Peter Funke schaut einem Schüler zu. Der Schüler macht seine Hausaufgaben am Laptop.

 

Der Schulunterricht ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis um 16 Uhr. Zweimal in der Woche gehen die Kinder in den Islam – Gebetsunterricht. Jeweils am Nachmittag machen sie ihre Hausaufgaben oder haben Sportstunde und Gartenpflege. Von 12.30 bis 13.30 ist Mittagspause mit Mittagsschlaf. Das Mittagessen ist kostenlos. Es gibt viel Obst, Säfte oder kalte Milch. Das ist sehr gut in dem heißen Klima.

Die Außentemperatur in Arabien ist meist über 30 Grad, im Sommer 40 Grad. Deshalb sind alle Räume kühl klimatisiert. In jedem Raum gibt es ein automatisches Blinklicht, wenn Schluss ist. In der Schule stehen auch Palmen. Die Kinder pflegen die Pflanzen und den Rasen.

Schullogo

Jedes Kind trägt ein buntes Shirt mit eigenem Schul-Logo mit Herz. Auch die Erzieher haben es an. Einige Kinder können am Wochenende nach Hause fahren. Es gibt den geförderten gelben Schulbus. Für die Schüler gibt es später sichere Arbeitsplätze z.B. in einer Computerfirma oder als Bankangestellte.                                                                                      

Weil die Schule sehr gut ist, hat sie einen Ehrenpreis vom Bildungsministerium bekommen. Das ist ein Pokal aus Kristall.

 

 

„Außerdem“ schreibt Peter Funke:


Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein sehr reiches Land. Es gibt sehr viele Hochhäuser. Das höchste Hochhaus ist das Burj Khalifa mit 828 m Höhe. In dem Hochhaus gibt es Büros, 900 Wohnungen, 65 Fahrstühle und 25 Restaurants. Für eine Wohnung mit ungefähr 60 Quadratmetern bezahlt man (umgerechnet) 9000 Euro Miete im Monat!

Ein sehr teures Hotel ist das Burj Al Arab. Eine Nacht in einer Suite mit Frühstück kostet (umgerechnet) 3000 Euro. Eine Royal Suite sogar (umgerechnet) 6000 Euro! Wer kann das bezahlen?

Aber das Benzin fürs Auto kostet nur (umgerechnet) 28 Cent je Liter. Diesel kostet sogar nur (umgerechnet) 14 Cent!

Im Jahr 2020 soll die Weltausstellung (Expo) in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. Ein 1000 Meter hoher Turm mit Gittern soll bis dahin fertig sein. Menschen aus der ganzen Welt bauen mit an dem Turm, auch deutsche Ingenieure.

 

Text: Peter Funke,  leicht verändert von Kornelia Brandt    Bilder: Pixabay, Peter Funke

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