Bau dir eine Erdbeben-Platte

Weißt du noch? Im letzten Artikel habe ich dir erklärt:

  • Wie ist die Erde aufgebaut?
  • Wie entsteht ein Erdbeben?
  • Wie weiß ich, wie stark ein Erdbeben war?
  • Wo gibt es die meisten Erdbeben auf der Welt?
  • Wie kann ich mich vor einem Erdbeben schützen?

Heute will ich mit dir eine Erdbeben-Platte bauen. Dann siehst du: So ungefähr ist es, wenn Häuser bei einem Erdbeben einstürzen.

Du brauchst:

  • 2 Holz-Bretter. Beide Holz-Bretter müssen gleich groß sein. Beide Holz-Bretter müssen ungefähr 20 mal 30 cm groß sein. Wichtig: Die beiden Bretter dürfen nicht zu dünn und nicht zu dick sein. Une
  • 4 Flummis. Die 4 Flummis müssen alle gleich groß sein
  • 2 dicke Gummi-Ringe
  • Bausteine und eine passende Platte

Wenn du auch noch eine Stadt dazu basteln willst, brauchst du noch:

  • doppelseitiges Klebeband
  • 1 Schere
  • Tonpapier
  • 1 Bleistift

Und so baust du deine Erdbebenplatte

  1. Zieh die beiden Gummi-Ringe rechts und links über ein Holz-Brett. Wichtig: Zieh die Gummi-Ringe über die kurze Seite von deinem Holz-Brett. Die Gummi-Ringe sollen ungefähr 4-5 Zentimeter Abstand zur Kante von deinem Holz-Brett haben.                                                                                                                                                                
  2. Leg in jede Ecke von deinem Holz-Brett einen Flummi. Du kannst ausprobieren: Wann wackelt die Erdbeben-Platte stark oder nicht stark. Wenn die Flummis nah an der Brett-Kante liegen oder wenn die Flummis in der Mitte liegen?                                                                                                
  3. Leg das zweite Brett und die Bauplatte auf die Flummis. Zieh dann die Gummi-Ringe vorsichtig über das Brett und die Bauplatte. Am besten lässt du dir dabei helfen. Manchmal reißt der Gummi-Ring. Manchmal rutschen die Flummis weg. Geschafft? Prima. Jetzt sind die Flummis fest zwischen den beiden Holz-Brettern eingeklemmt.                                                                        
  4. Deine Erdbebenplatte ist fertig. Du kannst anfangen zu bauen. Oder du bastelst aus dem Ton-Papier noch eine Stadt. Dann sieht deine Erdbeben-Platte noch schöner aus. Und so bastelst du die Stadt:
  5. Zeichne mit dem Bleistift die Umrisse von verschiedenen Häusern auf das Ton-Papier.
  6. Schneide die Umrisse vorsichtig aus. 
  7. Kleb die ausgeschnittenen Umrisse mit doppelseitigem Klebe-Band an drei Seiten deiner Erdbeben-Platte. Wichtig: Lass eine Seite frei, damit du gut bauen kannst.

Fertig? Dann kann der große Bau-Test anfangen. Du kannst verschiedene Bau-Tests machen:

  • Bau einen möglichst hohen Turm. Wie viele Steine kannst du aufeinander bauen? Wann stürzt der Turm ein?
  • Bau ein Haus und einen Turm. Was stürzt zuerst ein? Das Haus oder der Turm?
  • Bau einen Turm auf die Platte und lass einen anderen an der Platte wackeln. Was passiert?
  • Mach einen Bau-Wettbewerb. Zwei Bau-Meister bauen gegeneinander. Jeder Bau-Meister bekommt gleich viele Bausteine. Wer baut den höheren Turm?

Natürlich habe ich es mit meinen Kindern zusammen ausprobiert. Wir haben davon Fotos gemacht. Schau selbst:

 

Text und Fotos: Sonja

Aschenputtel

Aschenputtel

(nach einem Märchen der Brüder Grimm)

Ein reicher Mann hatte eine Tochter. Die Tochter war sehr freundlich und wunderschön.
Sie hatte keine Mutter mehr. Die Mutter war gestorben.

Der Vater heiratete ein zweites Mal. Seine zweite Frau war sehr boshaft.
Sie hatte zwei Töchter. Diese Töchter waren genauso boshaft wie ihre Mutter.

Nach der Hochzeit fing für die freundliche, schöne Tochter eine schlimme Zeit an:
Sie musste die ganze Arbeit im Haus alleine machen. Die neue Frau und ihre Töchter machten keine Hausarbeit. Sie kauften sich dauernd neue Kleider und standen vor dem Spiegel. Sie wollten schön aussehen. Das schafften sie aber nicht, weil sie so hässlich waren.

Die schöne Tochter arbeitete den ganzen Tag lang. Und weil sie am Abend so müde war, legte sie sich neben den Kamin. Da hatte sie ihre Ruhe.
Aber es war auch sehr schmutzig dort. Alles war voll mit Asche. Auch das alte, zerrissene Kleid von dem Mädchen war voll mit Asche.
Deshalb nannten die Stiefschwestern das Mädchen „Aschenputtel“.

 

Eines Tages….

Die Familie bekommt einen Brief. Der Brief ist vom Prinzen aus dem Schloss. Der Prinz soll heiraten und sucht eine Frau. Deshalb lädt er alle jungen Frauen zu einem Ball ins Schloss ein.
Die Stiefschwestern gehen zum Ball.
Aber Aschenputtel darf nicht mitgehen.
Aschenputtel muss den Stiefschwestern die Haare kämmen, Schleifen in die Haare binden und die Gesichter schminken. Als die Stiefschwestern fertig angezogen sind, steigen sie in die Kutsche und fahren zum Schloss.
Aschenputtel ist traurig, weil sie nicht mitfahren darf. Aber sie hat auch kein schönes Kleid zum Anziehen für den Ball. Sie setzt sich in ihre Kaminecke und weint.

Da steht plötzlich eine Fee neben Aschenputtel. Die Fee hat Mitleid mit dem fleißigen, hilfsbereiten Mädchen.
Die Fee berührt Aschenputtel mit einem Zauberstab:
Das alte, zerrissene Kleid von Aschenputtel verwandelt sich in ein wunderschönes Kleid. An den Füßen hat sie jetzt zierliche Schuhe aus Glas.

Die Fee sagt zu Aschenputtel: „Du musst um Mitternacht wieder zu Hause sein, weil die Zauberkraft um die Zeit zu Ende geht. Dann siehst du wieder aus wie das Aschenputtel.“

Anschließend zaubert die Fee eine Kutsche herbei. Aschenputtel steigt in die Kutsche und fährt zum Schloss.

Aschenputtel betritt den Ballsaal.
Sie sieht so schön aus, dass alle Leute im Saal sie anschauen und bewundern.
Der Prinz verliebt sich sofort in das schöne Mädchen. Er tanzt den ganzen Abend lang nur mit Aschenputtel.
Aschenputtel ist so glücklich wie noch nie in ihrem Leben.
Sie merkt nicht, wie die Zeit vergeht. Plötzlich ist es wenige Minuten vor zwölf Uhr. Aschenputtel erschrickt und springt auf.

 

Der Prinz ruft: „Halt! Warte doch! Du hast mir deinen Namen noch nicht gesagt.“
Aber Aschenputtel läuft die Schlosstreppe so schnell hinunter wie sie kann.
Dabei verliert sie einen Schuh.

 

 

 

Um zwölf Uhr ist der Zauber zu Ende. Aschenputtel sieht wieder aus wie vor dem Ball. Sie hat wieder ihr altes, zerrissenes Kleid an. Die Stiefschwestern kommen vom Ball nach Hause und sehen, dass Aschenputtel vor dem Kamin schläft wie immer.

Der Prinz sucht im Schloss überall nach Aschenputtel. Auf der Treppe findet er ihren Schuh. Er denkt: „Ich will mit dem Schuh nach Aschenputtel suchen. Alle Frauen sollen den Schuh anprobieren. Wenn der Schuh passt, habe ich die richtige Frau gefunden. Nur diese Frau soll meine Frau werden.“

Am nächsten Morgen reist er mit dem Schuh durch das Land.
Bald steht der Prinz vor dem Haus von Aschenputtel und ihren Stiefschwestern.
Die Stiefschwestern stürzen sich auf den Schuh. Sie wollen beide den Prinzen heiraten.

Die ältere Schwester ruft: „Er passt mir.“ Sie probiert den Schuh an, aber ihre Ferse ist viel zu dick.

Die jüngere Schwester ruft: „Mir passt er bestimmt. Ich möchte ihn anprobieren.“ Sie probiert den Schuh an, aber ihre Zehen sind zu lang.

Der Prinz fragt: „Seid ihr die einzigen Mädchen hier im Haus?“

Die Schwestern antworten: „Es gibt hier noch ein Aschenputtel. Aber die ist nur unsere Dienstmagd.“

Der Prinz meint: „Sie soll trotzdem den Schuh anprobieren.“

Aschenputtel probiert den Schuh an und er passt. Auf einmal kommt auch die Fee wieder und zaubert das herrliche Kleid herbei. Jetzt erkennen der Prinz und die Stiefschwestern das schöne Mädchen vom Ball wieder.

Die Stiefschwestern sind jetzt sehr wütend.
Sie schimpfen: „Du hast uns den Prinzen gestohlen. Er sollte eine von uns heiraten.“
Aber Aschenputtel sitzt schon in der Kutsche, die sie zum Schloss bringen soll.
Keiner interessiert sich mehr für die boshaften Schwestern.

Einige Zeit später feiern der Prinz und das schönste Mädchen im ganzen Land eine prächtige Hochzeit.

ENDE

 

Text: Konni  & Carola; Bilder: Carola

Noch mehr Märchen im Bunten Blatt findest du hier:
Frau Holle
Der Froschkönig
Schneewittchen

 

Moritz bekommt ein neues Ohr-Pass-Stück

Moritz braucht ein neues Ohr-Pass-Stück. Moritz hört schlecht. Er hat Hörgeräte. Das Ohr-Pass-Stück braucht er für das Hörgerät. Das Ohr-Pass-Stück muss genau in das Ohr von Moritz passen. Das alte Ohr-Pass-Stück von Moritz ist zu klein. Moritz ist gewachsen, auch seine Ohren sind gewachsen.

 

Moritz geht zu Herrn Kammermeier. Herr Kammermeier ist von Beruf Hörgeräte-Akustiker. Er macht einen Abdruck vom Ohr.

 

Herr Kammermeier desinfiziert sich die Hände und alle Geräte. Das Desinfektionsmittel tötet die Bakterien.

Zuerst schaut Herr Kammermeier in das Ohr von Moritz. Herr Kammermeier schaut, ob im Ohr alles in Ordnung ist. Er benutzt dazu ein Gerät. Das Gerät heißt Othoskop. Im Othoskop ist auch eine Lampe.

Jetzt nimmt Herr Kammermeier einen Faden und macht eine Schlaufe. In die Schlaufe legt er eine kleine Wattekugel. Er zieht die Schlaufe fest. Jetzt ist die Watte fest mit dem Faden verbunden. Herr Kammermeier testet mit einer Pinzette, ob es wirklich fest ist.

   

Jetzt steckt er vorsichtig die Watte mit der Pinzette in das Ohr. Der Faden hängt aus dem Ohr.

Mit einem Leuchtstab kann er noch mal schauen, ob alles richtig ist.

Herr Kammermeier desinfiziert sich nochmal die Hände. Er nimmt eine weiße und eine blaue Masse. Die Masse ist weich. Sie ist wie Knetgummi.

Herr Kammermeier mischt die weiße und blaue Masse. Er knetet sie zusammen. Jetzt ist es eine hellblaue Kugel.

   

Jetzt gibt er die hellblaue Masse in eine Spritze. Die Spritze hat keine Nadelspitze. Die Spritze tut nicht weh.

   

    

Herr Kammermeier spritzt die Masse in das Ohr von Moritz. das ganze Ohr ist jetzt voll.

 

Mit dem Daumen drückt er die Masse noch fest. Der Faden hängt immer noch aus dem Ohr. Jetzt muss Moritz ein paar Minuten warten. Die Masse muss hart werden.

 

Herr Kammermeier putzt wieder seine Geräte mit Desinfektionsmittel. Alles muss wieder sauber sein.

  

Mit dem Fingernagel testet Herr Kammermeier, ob die Masse schon hart ist.

Jetzt zieht er vorsichtig an dem Faden. Der Abdruck ist fertig. Auch die Watte ist wieder aus dem Ohr heraus. So sieht der Abdruck jetzt aus.

Jetzt schickt Herr Kammermeier den Abdruck ins Labor. Im Labor wird dann das Ohrpassstück gemacht. Das Ohrpassstück hat die gleiche Form wie der Abdruck.

Danke Herr Kammermeier! Sie haben uns das gut gezeigt!

 

Vielleicht kann ich das nächste Mal in das Labor fahren.

Ich möchte wissen, wie das Ohrpassstück im Labor gemacht wird.

 

Beruf: Hörgeräte-Akustiker/in

Die Kinder aus einer Klasse der Dr. Karl-Kroiss-Schule in Würzburg sind neugierig. Sie möchten heute mehr über den Beruf Hörgeräte-Akustiker/innen lernen.

 

Alle Kinder in der Klasse tragen CIs oder Hörgeräte. Häufig haben sie ein Problem mit den Hörgeräten, den Ohrpass-Stücken oder den Schläuchen. Dann gehen sie sehr gerne zu den Pädakustiker/innen der Firma Huth&Dickert.

Hier kann man sich eine Farbe für das Gehäuse und für das Ohrpass-Stück aussuchen.

 

Die Firma Huth&Dickert gibt es seit ungefähr 27 Jahren in Würzburg. Sie hat fünf Filialen in Mainfranken. Die Filiale Würzburg-Heuchelhof ist auf dem Gelände von der Stiftung für Hör-und Sprachförderung. Das ist direkt neben dem Schul-Gelände. Wenn die Kinder ein Problem haben, können sie meistens sofort zu „Huth&Dickert“ gehen. Alle Mitarbeiter dort sind freundlich und hilfsbereit. Sie geben sich sehr große Mühe, damit die Kinder schnell wieder gut mit ihren Hör-Hilfen zurechtkommen.

 

Die Kinder haben Fragen an die Mitarbeiter vorbereitet. Sie stellen ihre Fragen an Frau Betz von der Firma Huth&Dickert :

  • Wo haben Sie den Beruf gelernt?

Ich habe bei einer Firma in Würzburg die Ausbildung gemacht. Die Berufs-Schule ist aber in Lübeck. Die Berufs-Schule für alle Hörgeräte-Akustiker/innen in Deutschland ist in Lübeck.

  • Wie viele Stunden arbeitet ein Hörgeräte-Akustiker in der Woche?

Normalerweise arbeitet jeder Hörgeräte-Akustiker 40 Stunden in der Woche. Das sind 8 Stunden am Tag.

  • Um wie viel Uhr haben sie eine Pause?

Wir haben eine Stunde lang Pause, von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

  • Wie viele Menschen arbeiten bei der Firma Huth&Dickert?

Wir haben ungefähr 35 Mitarbeiter in fünf Filialen.

  • Welche Aufgaben gehören zu ihrem Beruf?

Wir passen Hörgeräte und Ohrpass-Stücke an, und wir reparieren die Hörgeräte, die Ohrpass-Stücke und die Schläuche. Wir reinigen die Ohrpass-Stücke und die Schläuche und erneuern sie. Manchmal sind diese kaputt, oder die Ohrpass-Stücke passen nicht mehr. Wir besorgen für unsere Kunden auch Zubehör zu den Hör-Hilfen wie beispielsweise FM-Anlagen.

 

 

  • Was reparieren sie am Hörgerät selber?

Wir reparieren das Gehäuse, das Batterie-Fach, das Ohrpass-Stück, den Schlauch, das Mikrofon…eigentlich fast alles. Aber im Hörgerät ist ein kleiner Computer, der Chip. Wenn der Chip kaputt ist, müssen wir das Högerät wegschicken. Wir schicken es dann an die Firma, die es hergestellt hat.

  • Wie gefällt ihnen ihr Beruf?

Mir gefällt mein Beruf sehr gut. Ich habe sehr viel Abwechslung: ich habe viele verschiedene Aufgaben, und ich habe mit vielen verschiedenen Menschen zu tun.

  • Wer kann Hörgeräte-Akustiker/in werden?

Menschen mit einem sehr guten Realschul-Abschluss oder einem Abitur können die Ausbildung machen. Sie dauert 3 Jahre lang.

 

Hörgeräte-Akustiker/innen brauchen handwerkliches Geschick zum Beispiel für die  Herstellung eines Ohrpass-Stückes. Das Ohrpass-Stück muss genau passen. Oft müssen die Akustiker/innen an einem Ohrpass-Stück kleine Teile wegschleifen, damit es gut passt und nicht weh tut.

 

Sie müssen sich gut mit Computern auskennen, zum Beispiel für die genaue Anpassung des Hörgerätes

 

 

Außerdem müssen sie gut mit Menschen umgehen können, freundlich und einfühlsam sein.

 

Frau Betz überprüft das Hörgerät.

 

Nach dem Gespräch schauen sich die Kinder noch die verschiedenen Geräte an, mit denen die Frau Betz arbeitet. Und da fällt manchen Kindern auch ein, dass sie selber noch ein paar Probleme mit ihren Hörgeräten oder CIs haben: manche Ohrpass-Stücke sind verschmutzt, oder die Schläuche müssen ausgetauscht werden…Und weil die Mitarbeiter von der Firma Huth&Dickert so freundlich und hilfsbereit sind, werden alle Probleme noch beseitigt. Und die Kinder bekommen auch noch einen Luftballon geschenkt. Vielen Dank!

 

Ultraschall-Gerät: Hier werden die Ohrpass-Stücke gereinigt.

 

 

Hier schneidet Frau Betz noch ein Stück von dem neuen Schlauch ab.

Geräte zum Trockenpusten und zum Feilen

 

 

 

 

 

 

 

Text: Konni, Anke     Bilder: Anke

Einkaufen ohne Verpackung

Hallo! Hier sind Konni und Anke vom Bunten Blatt.
Wir treffen uns heute zum Einkaufen.

Was wollen wir kaufen?

Obst, Gemüse, Brot, Eier, Butter, Zucker, Nudeln, Nüsse, Käse, Müsli, Schokolade …
Wo können wir das alles kaufen? Na klar – im Supermarkt.
Aber wir ärgern uns oft im Supermarkt und zu Hause.
Warum? Alle Lebensmittel sind verpackt.
Die Lebensmittel sind sogar oft doppelt verpackt: in Papier und Plastik.
Zu Hause packen wir die Lebensmittel aus.
Wir backen, kochen und essen.
Und die Verpackung werfen wir in den Müll.
Wir benutzen die Verpackung nur einmal. Dann ist sie kaputt.
Wir brauchen die Verpackung nicht mehr. Das ist schade.
Wir wissen: Viel Müll belastet und zerstört unsere Umwelt.
Plastik ist besonders schlimm.

Was können wir für die Umwelt tun?

Hier in Würzburg gibt es seit 2 Jahren einen ganz besonderen Laden.
Er heißt „Unverpackt Würzburg“.
Ein Laden ohne Verpackung? Funktioniert das?

Wir sind neugierig und besuchen mit unserer Einkaufs-Liste den „Unverpackt“-Laden.
Die Verkäuferinnen sind sehr freundlich.
Sie freuen sich über unsere Fragen.
Es ist Freitag-Nachmittag. Viele Kunden sind im Laden.

Wie kaufen die Kunden hier ein?

Alle Kunden bringen leere Behälter mit: Gläser mit Deckel, Dosen, Stoffbeutel.
Wir haben auch viele Gläser dabei.
Konni stellt ein leeres Glas auf die Waage.
Sie wiegt das Glas und schreibt das Gewicht auf das Glas: 508 Gramm.
Später an der Kasse bezahlt Konni nur den Inhalt.
Die Verkäuferin an der Kasse wiegt das volle Glas und zieht 508 Gramm ab.

 

 

 

 

 

 

Was können wir hier kaufen?

Konni füllt Müsli in das Glas.
An den Wänden hängen viele große Spender.

 

 

 

 

 

Konni füllt nur so viel Müsli in das Glas, wie sie wirklich braucht. Das ist toll!
Oft kaufen die Leute im Supermarkt zu viel ein, weil die Verpackung so groß ist.

Anke hat nur wenige Behälter dabei.
Kein Problem: Im „Unverpackt“-Laden kann sie Gläser mit Deckel kaufen.
Viele Kunden lassen aber auch leere Behälter für andere Kunden dort und stellen diese Behälter in ein Regal. Davon darf sich Anke einige nehmen, und sie muss nichts dafür bezahlen.

Clara hat unseren Einkauf begleitet. Sie hat viele Fotos gemacht.
Schau mal! Das gibt es im „Unverpackt Würzburg“:

 

 

 

 

 

Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene Produkte – meistens Lebensmittel, aber auch Seife, Duschgel, Zahnbürsten und vieles mehr – alles OHNE Verpackung!

 

Woher kommen die Lebensmittel?

Susanne, die Chefin, erklärt uns:
Die Lebensmittel sollen kurze Wege zum „Unverpackt“-Laden haben, wenn es möglich ist.
Viele Lebensmittel kommen also aus Würzburg und aus der Umgebung.
Die Internet-Seite www.wuerzburg-unverpackt.de erklärt das genauer.
Schaut doch mal nach!
Susanne kennt ihre Lieferanten persönlich.
Sie weiß: Die Lebensmittel sind sehr gut.
Sie sind alle aus biologisch angebauten Pflanzen hergestellt worden. Sie haben „Bio-Qualität“.

Wie kommen die Lebensmittel zum Laden?

Susanne zeigt uns einen riesigen Eimer aus dem Vorratsraum.
Darin bringt der Lieferant die Nudeln.
Der Eimer ist ein Pfand-Eimer.
Das heißt: Er wird ganz oft benutzt – genau wie unsere Behälter. Toll, oder?

Später zu Hause freuen wir uns über die leckeren Einkäufe.
Wir haben alles im „Unverpackt“-Laden gekauft:
Obst, Gemüse, Brot, Eier, Butter, Zucker, Nudeln, Nüsse, Käse, Müsli und sogar Schokolade …
Verpackungs-Müll? Gibt es heute nicht. Darüber freuen wir uns besonders. 

 

Du möchtest auch Lebensmittel ohne Verpackungen einkaufen? Was kannst du tun?

In vielen Städten in Deutschland gibt es schon einen „Unverpackt“-Laden. Schau doch einmal im Internet nach, ob es bei dir in der Nähe auch einen „Unverpackt“-Laden gibt.

So einen Laden gibt es noch nicht in deiner Nähe? Hier sind noch ein paar Tipps für deinen Einkauf:

In manchen anderen Supermärkten kannst du das unverpackte Obst oder Gemüse in selber mitgebrachte Netze einpacken. Diese Netze kannst du dort kaufen und mehrmals wieder verwenden.

Du kannst in manchen Supermärkten deine Wurst oder deinen Käse an der Theke in deine selber mitgebrachte Dose legen lassen. Dann müssen die Verkäufer die Wurst oder den Käse nicht in Papier und/oder Plastik einwickeln.

Jogurt, Milch und Sahne gibt es häufig in Flaschen aus Glas oder in Gläsern. Diese kannst du in den Supermarkt zurückbringen, wenn sie leer sind. Dann können die Flaschen und Gläser gereinigt und wieder verwendet werden.

Hast du auch Ideen, wie wir auf Verpackungen verzichten können? Schreibe uns einen Kommentar. Wir freuen uns über jede Idee und Anregung.

 

Text: Konni und Anke, Fotos: Clara
Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Susanne Waldmann

Unsere 6 Wochen Abenteuer in Ladakh

Letztes Jahr in den Sommerferien waren wir sehr weit weg von zu Hause: Wir waren 6 Wochen in Ladakh! Ladakh ist ein Teil von Indien. So wie auch Bayern ein Teil von Deutschland ist.
Wir, das bin ich (Daniela und Mama), Hans-Jochen (Papa) und unsere zwei Töchter Diana (10 Jahre) und Viola (8 Jahre).

Wo ist Ladakh?

Ladakh liegt im Himalaya ganz im Norden von Indien. Es ist an der Grenze zu Tibet (China) und Pakistan.
Die Hauptstadt Leh (Foto) ist in 3500 m Höhe. Das ist sehr hoch! 500 m höher als der höchste Berg in Deutschland.


In Ladakah gibt es sehr viele Berge. Oft sind diese Berge über 7000 m hoch.
Im Winter ist es dort sehr kalt, im Sommer heiß und trocken.

Warum sind wir nach Ladakh gefahren?

Ich bin Lehrerin an einer Schule in der Nähe von München. Unsere Schule hilft einer Schule in der Hauptstadt Leh.
Wir wollten die Schule besuchen und sehen, wie die Kinder dort lernen und leben. Und natürlich wollten wir auch das Land und die hohen Berge sehen!
In Ladakh ist es nicht normal, dass alle Kinder in die Schule gehen. Die Schule kostet dort Geld und die Leute sind arm. Deshalb können nicht alle Kinder in die Schule gehen. Viele müssen zu Hause bleiben und den Eltern bei der Arbeit helfen.

Wie ist es in der Schule in Ladakh?

Wir haben zwei Schulen in Ladakh besucht. Eine sehr große Schule mit 3500 Schülern in der Hauptstadt Leh und eine sehr kleine Schule in einem Dorf in den Bergen (Foto).


Die Kinder gehen dort schon mit 3 oder 4 Jahren in die Schule. Dort müssen sie gleich 3 Sprachen lernen: Englisch, Hindi und Tibetisch. Die Sprachen haben auch verschiedene Buchstaben. Das ist sehr schwierig! Zu Hause sprechen sie aber mit ihren Eltern nur Tibetisch oder Ladakhi.
Viele Kinder wohnen auch in der Schule, weil ihr Dorf zu weit weg von der Schule ist. Sie sehen ihre Elten nur selten. Andere Kinder kommen aus Nomaden-Familien. Das heißt, dass die Familien kein festes Zuhause haben und mit ihren Tieren von Ort zu Ort weiter ziehen. Diese Kinder wohnen dann auch in der Schule.

Was ist anders in Ladakh?

Alles ist anders!
In der Hauptstadt Leh ist es laut und staubig. Die Straßen sind sehr eng und es wird viel gehupt. Überall laufen Kühe frei auf den Straßen. Auch Hunde gibt es viele. Sie haben meistens eklige Flöhe.
Die Menschen auf dem Land pflanzen Gemüse, Kartoffeln und Obst selbst an. Wenn etwas übrig bleibt, verkaufen sie es auf dem Markt. Es wird sehr viel ohne Maschinen gemacht: Auf den Feldern wird das Getreide von Hand angebaut und geerntet. Auch Häuser und Straßen werden mit den Händen gebaut. Das ist sehr harte Arbeit!
Die Menschen dort sind sehr arm, aber oft glücklich!

Was haben wir sonst erlebt?

Wir sind sehr viel gewandert. Das ist in Ladakh sehr anstrengend, weil die Berge sehr hoch sind. Die Luft ist sehr dünn und man kommt schnell außer Puste.
Wir sind in sehr weit entfernte Dörfer gekommen. Dort kommt man nur zu Fuß oder mit dem Pferd hin.


Hier leben auch Kinder. Diana und Viola haben immer schnell neue Freunde gefunden. Sie haben gemeinsam Fußball gespielt, Pilze gesammelt, Vogelnester gesucht und viel Blödsinn gemacht.

Manchmal durften wir mit den Familien essen. Es gab meist Reis, Linsen und Gemüse. Und hui, war das Essen scharf!
Einen Tag sind wir auf Pferden weit in die Berge geritten. Am Gipfel hat es geschneit, aber kurz darauf kam die Sonne heraus. Die Landschaft sah so schön aus!

Es gibt in Ladakh auch Kamele und richtige Dünen aus Sand – wie in der Wüste! Wir durften auf den Kamelen reiten. Das war sehr lustig! Man sitzt zwischen den beiden Höckern und es schaukelt sehr. Auf das Kamel kann man nur steigen, wenn das Kamel auf dem Boden kniet. Steht das Kamel auf, kommen zuerst die Hinterbeine, dann die Vorderbeine. Da mussten wir gut aufpassen, dass wir nicht herunterfallen!

Was fanden wir besonders toll?

Viola (8 Jahre):
Einmal sind wir sehr weit gewandert. Als wir endlich da waren, gab es keinen Bus zurück nach Leh. Wir waren sehr müde und kaputt. Da hat ein Polizeiauto angehalten und uns bis zur nächsten großen Straße mitgenommen. Wir mussten ganz eng neben den Polizisten sitzen. Diese hatten ihre Maschinengewehre auf dem Schoß. Das war für uns sehr komisch!
An der großen Straße hat uns dann ein Taxi mitgenommen. Das Taxi war aber schon voll! Trotzdem durften wir noch mitfahren. Wir saßen mit 9 Leuten in einem Auto, das hier in Deutschland nur mit 5 Leute fahren darf. Und natürlich alles OHNE Gurt!

Diana (10 Jahre):
Als wir einmal wandern waren, haben 4 Esel unser Gepäck getragen. Die Esel waren sehr süß und brav! Aber gleich am Anfang mussten die Esel über einen großen Fluss. Die Menschen mussten über zwei Rohre aus Eisen über den Fluss balancieren. Aber die Esel waren schwer beladen. Plötzlich rutschte der kleinste Esel aus und wäre fast von dem Wasser mitgerissen worden. Gott sei Dank konnte ein Mann den Esel noch wieder auf die Beine helfen. Sonst wäre der Esel mit dem ganzen Gepäck in dem reißenden Fluss davon geschwommen und sicher ertrunken! Unsere Schlafsäcke und Kleidung waren danach nass. Wir waren aber sehr froh, dass alles gut ausgegangen ist!

Mit dem Seilzug über den Fluss

 

 

 

 

 

 

Daniela (Mama):
In einem Dorf waren wir zu einer Hochzeit eingeladen. Eine Hochzeit dauert in Ladakh fast eine Woche! Das ganze Dorf und alle Verwandten feiern zusammen. Aber nur am letzten Tag feiern auch die Braut und der Bräutigam zusammen.
Alle tragen ihre schönste Kleidung. Die Braut trägt viel Schmuck und einen Hut. Dieser ist mit wertvollen türkisen Steinen bestickt und wiegt fast 5 Kilogramm!
Ich musste auch selbst gemachtes Bier und Buttertee trinken. Buhhh, das hat mir nicht geschmeckt! Alle anderen Gäste fanden es aber sehr lustig mir beim Trinken zu zuschauen!

Hans-Jochen (Papa):
Ich konnte auf 3 sehr hohe Berge steigen. Alle waren über 6000 m hoch. Es gibt dort keine Wege. Ich musste mir also den Weg selbst suchen. Das war oft schwierig.
Die große Höhe machte das Schnaufen sehr anstrengend. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht!

Alle:
Ladakh ist ein tolles Land mit vielen netten und sehr freundlichen Leuten. Es waren tolle 6 Wochen, auch wenn sie manchmal anstrengend waren.
Wir hoffen, dass wir bald einmal wieder eine große Reise in ein fernes Land machen können!

Liebe Grüße

Daniela, Hans-Jochen, Diana und Viola

Fotos: privat

Das BBW in München stellt sich vor

 

 

 

Schule fertig! Und dann?

Irgendwann bist du mit der Schule fertig. Weißt du schon, was du dann machen willst? 

Im Berufsbildungswerk München (kurz: BBW München) kannst du eine Ausbildung machen. Das BBW München ist eine Einrichtung speziell für Menschen mit einer Hörschädigung.

Die Ausbilder, Lehrer und der Fachdienst unterstützen dich bei deiner Ausbildung.

 

Im BBW kannst du z.B. diese Berufe lernen:

  • Kfz-Mechatroniker
  • Maler
  • Metallbauer
  • Mediengestalter
  • Schreiner
  • Gärtner
  • ….

Das sind aber nur ein paar Berufe. Insgesamt haben wir mehr als 25 verschiedene Berufe! 

 

 

 

 

 

Welcher Beruf passt zu mir?

Du weißt noch nicht, was du werden willst? Im BBW München kannst du ein Praktikum machen. Es ist kostenlos. Wenn du nicht in München wohnst, dann kannst du im Wohnheim wohnen. Komm uns einfach mal besuchen und schau dir unser Haus an!

 

Willst du mehr wissen? 

Du kannst uns auch am Tag der offenen Tür besuchen. Der Tag der offenen Tür ist dieses Jahr am 21. April 2018.

Alles über uns findest du hier:

www.bbw-muenchen.de/infos-fuer-interessenten

 

Wir haben auch einen Youtube-Kanal mit vielen Filmen:

https://www.youtube.com/user/bbwmuenchen

 

Oder besuche uns auf Facebook:

www.facebook.com/bbw.muenchen

 

Text und Fotos: BBW München

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende

Das ist eine Geschichte für Kinder. Die Geschichte hat Michael Ende geschrieben. Es gibt ein Buch von der Geschichte und Bilderbücher.

Am Förderzentrum Augsburg Förderschwerpunkt Hören erzählen und lesen wir jeden Freitag ein Stück von der Geschichte in der Klasse 1-2g. Wir schauen dazu die Bilderbücher an.

Die Kinder wollen Euch die Figuren vorstellen.

Das ist Lukas der Lokomotivführer.

Und das ist sein Freund Jim Knopf. 

Beide sind sehr gute Freunde und leben auf einer Insel. Die Insel heißt Lummerland.

Auf der Insel gibt es zwei Berge und eine Eisenbahn. Die Lok heißt Emma.

Lukas und Jim fahren mit Emma jeden Tag auf der Insel. Auf der Insel leben noch mehr Personen.

Frau Waas  

 

Herr Ärmel

König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte

Jim lebt noch nicht lange auf der Insel. Du kannst in der Geschichte lesen, wie er auf die Insel gekommen ist.

Lukas und Jim wurden Freunde und erleben viele Abenteuer zusammen.

Eines Tages müssen sie die Insel Lummerland verlassen. Wir verraten nicht warum. Das musst Du selbst lesen.

Sie kommen nach Mandala. Sie erfahren, dass die Tochter des Königs vor einem Jahr entführt wurde. Die Tochter heißt Prinzessin Li Si. Jim Knopf und Lukas wollen Li Si befreien. Sie machen sich auf den Weg.

Jetzt treffen sie Herrn Tur Tur in der Wüste und den Halbdrachen Nepomuck. Nepomuck hat ein Problem. Er kann nicht Feuer speien und sein Vulkan ist ausgegangen. Glaubst du Lukas und Jim können ihm helfen?

Lukas und Jim kommen in die Drachenstadt. Dort kommen sie in eine gefährliche Situation.

Du kannst lesen, ob Jim Knopf und Lukas es schaffen die Prinzessin Li Si zu befreien.

Die Geschichte ist sehr spannend. Hoffentlich gefällt sie euch auch so gut wie uns.

Warum heißt Jim „Jim Knopf“?

Wenn du das Buch gelesen hast, dann weißt du auch die Antwort auf die Frage:

Wir freuen uns auf Eure Antwort.

 

Kino und Museum

Übrigens kommt die Geschichte von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer diese Woche auch ins Kino.

Und wenn du mal nach Augsburg kommst, dann geh in das Museum der Augsburger Puppenkiste. Dort kannst du die Marionetten von Jim Knopf und Lukas sehen.

 

 

Die Bundestagswahl

In vielen Straßen in Deutschland hängen große Plakate. Auf den Plakaten sind große Fotos oder Bilder von Menschen. Warum hängen diese Plakate da?

Am 24. September 2017 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt.

Die Menschen auf den Plakaten wollen gewählt werden. Die Menschen auf den Plakaten wollen in den deutschen Bundestag gewählt werden.

Was ist der Bundestag?

Der Bundestag ist ein großes Haus in Berlin. Dort ist ein großer Saal. In dem Saal gibt es genau 630 Sitze. So schaut der Saal aus:

Hier trifft sich der Bundestag.

Im Bundestag arbeiten 630 Frauen und Männer: Für jeden Sitz ein Mensch. Diese Menschen nennen wir auch Abgeordnete. Die Abgeordneten entscheiden über die Gesetze in Deutschland. Die Abgeordneten werden von den Menschen in Deutschland gewählt. Das nennen wir Bundestagswahl.

Die Gebärde für Bundestag ist:

Die Abgeordneten sind Mitglieder in einer Partei. Parteien sind Gruppen von Menschen, die ähnliche Meinungen haben. Es gibt verschiedene Parteien: CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke, AfD, FdP. Die Parteien haben verschiedene Ideen, wie unser Leben in Deutschland noch besser werden soll.

Wie oft findet die Wahl statt?

Die Wahl findet alle 4 Jahre statt. Die letzte Wahl war 2013. Die nächste Wahl ist 2017. Sie ist genau am 24. September 2017.

Wer darf wählen?

In Deutschland darf jeder Mensch wählen, der über 18 Jahre alt ist und einen deutschen Ausweis hat.

Warum ist es wichtig, zu wählen?

In Deutschland gibt es die Demokratie. Demokratie bedeutet: Herrschaft des Volkes. Deutschland ist eine Demokratie. Das bedeutet: In Deutschland herrscht das Volk. Das funktioniert durch Wahlen. Dabei werden Politiker und Parteien gewählt, sozusagen als Stellvertreter des Volkes. So haben die Menschen in Deutschland die Möglichkeit mitzubestimmen. Bei einer Wahl ist jede Stimme wichtig. Nur wenn so viele Menschen wie möglich zur Wahl gehen, klappt das mit der Demokratie. Sonst entscheiden immer weniger Menschen darüber, wer in Deutschland regiert. Und das ist dann keine Demokratie mehr.

Wenn du in Berlin bist, kannst du zu einer Bundestags-Sitzung hingehen. Die Sitzungen sind öffentlich. Du kannst die 630 Stühle zählen. Dort kannst du die Abgeordneten sehen. Du kannst ihren Reden zuhören. Du kannst sehen, wenn sie abstimmen.

 

 

Warst du schon mal in Berlin?

Hast du dir den Bundestag angeschaut?

Schreib uns!

 

Text: Anne – Bilder: Anne, Das große Wörterbuch der deutschen Gebärdensprache – Verlag Karin Kestner oHG, pixabay

Lachen im Krankenhaus – Die KlinikClowns kommen

Das sind Miriam Brenner und Markus Sedelmaier. Die beiden bringen Freude, Lachen und Ablenkung ins Krankenhaus.

Seit 12 Jahren kommen sie jeden Donnerstag Nachmittag in das Klinikum in Augsburg. Hier besuchen sie die Kinder-Krebs-Station.

                                                                                      

Sie schminken sich. Miriam malt sich weiße Wimpern und Ohrringe ins Gesicht. Markus macht seine Backen rot. Sie verkleiden sich.

                                 

Markus zieht gestreifte Schuhe an. Miriam zieht ein Dirndl und gelbe Strümpfe an.

            

Markus setzt ein Schild auf. Miriam macht sich Zöpfe und setzt einen Haarreif mit Blumen auf. Um den Hals legt sie sich eine Kette. Beide setzen sich rote Nasen ins Gesicht. Jetzt sind sie Lilo Musi und Bruno Schlaubi.

Musi packt lustige Sachen in ihre rote Handtasche. Schlaubi steckt seine Sachen in die Jackentasche.

 

Noch einmal Schnick schnack schnuck. Jetzt geht es los.

 

 

 

Leise gehen die KlinikClowns über den Flur. Sie gehen zuerst ins Ärztezimmer. Dort erfahren sie, welche Kinder Besuch bekommen dürfen. Die meisten Kinder auf der Station sind sehr krank. Viele Kinder sind schon seit einigen Wochen und Monaten da. Manche müssen noch länger bleiben. Viele müssen immer wieder ins Krankenhaus. Die Kinder haben eine schlimme Krankheit. Sie heißt Krebs. Die Krankheit kann manchmal auch tödlich sein. Alle hoffen, dass die Kinder bald wieder gesund sind. Die KlinikClowns wollen auch mithelfen. Lachen hilft den Kindern.

 

 

Auf dem Flur sitzt ein kleines Mädchen mit seinem Vater und spielt. Die KlinikClowns schauen um die Ecke. Das Mädchen strahlt und begrüßt die Beiden: „Hallo Musi, hallo Schlaubi!“ Sofort holt Schlaubi einen Luftballon aus der Jackentasche. Das Mädchen wünscht sich ein Einhorn: ein weißes Einhorn. Schlaubi bläst die weiße Luftballonschlange mit der Pumpe auf. „Peng!“ Der weiße Luftballon platzt. Das Mädchen erschrickt und lacht. Jetzt muss Schlaubi ein gelbes Einhorn basteln. Musi macht das Horn und die Haare. Das Mädchen freut sich. Aber es sagt: „Man erkennt nicht, dass Schlaubi ein Einhorn gemacht hat.“ Alle lachen. Jetzt packt Musi die Seifenblasen aus. Das Mädchen will auch blasen und freut sich über die bunten Kugeln. Dann verabschieden sich die beiden KlinikClowns lachend: „Bis nächste Woche!“

 

Musi und Schlaubi wollen noch in andere Krankenzimmer. Ein zweijähriger Junge ist auf dem Arm seiner Mutter. Er hat Schläuche am Körper und ist an Maschinen angeschlossen. Die Ärzte spritzen ihm Medikamente. Die Mutter sagt: „Heute hat er noch nicht einmal gelächelt.“ Musi und Schlaubi kommen ins Zimmer. Der Junge schaut sehr ernst. Die KlinikClowns sind sehr vorsichtig. Sie sehen, dass es dem Jungen nicht gut geht. Musi bläst Seifenblasen in seine Richtung. Der Junge schaut weiter ernst. Schlaubi fängt die Seifenbalsen. Ganz langsam beginnt der Junge auf dem Arm der Mutter zu lächeln. Alle freuen sich.

 

Im nächsten Zimmer liegen zwei ältere Mädchen. Die Eltern und der Bruder sind zu Besuch. Alle machen Witze mit den KlinikClowns. Schlaubi muss die Muskeln von allen messen. Er will sehen, ob die Muskeln gewachsen sind. Musi schreibt alles auf. Zwischendurch kommt eine Krankenschwester ins Zimmer. Sie gibt einem Mädchen ein Medikament gegen Übelkeit.

 

Schnell machen Musi und Schlaubi einen kleinen Schmetterling aus Luftballons für ein kleines Mädchen. Ein kleiner Junge läuft mit seinem Vater vorbei und bekommt eine rote Clownsnase ins Gesicht gesteckt. Das Mädchen und der Junge freuen sich.

Das nächste Patientenzimmer ist leer. Der Patient ist bei einer Untersuchung. Das Kuscheltier bekommt auch eine Clownsnase. Darüber kann sich das Kind freuen, wenn es zurückkommt.

 

Im letzten Zimmer liegt ein schwerkranker Junge. Alle müssen in dem Zimmer eine grüne Jacke anziehen und Mundschutz und Gummihandschuhe tragen. Der Junge darf nicht noch kränker werden. Das wäre lebensgefährlich. Auf unserer Kleidung und an unseren Händen sind vielleicht Bakterien. Schlaubi zieht auch noch Gummihandschuhe über die Schuhe.

    

Dem Jungen geht es heute nicht gut. Ihm ist es sehr übel. Trotzdem schaut er ein bisschen zu, wie die KlinikClowns Witze machen und Flöte für ihn spielen. Er hat ein Lächeln auf dem Gesicht.

Musi und Schlaubi stellen mich vor und erklären, dass ich für Kinder etwas über KlinikClowns berichten will.

Der Junge sagt: Die KlinkClowns sind toll. Die KlinikClowns bringen das Lachen zu den Kindern. 🙂 

Seine Mutter meint: Die KlinkClowns machen die schlimmen Tage schöner und erträglicher.   🙂  

 

 

Erkennst du, wer das ist?

 

 

 

Die beiden KlinikClowns sind für den Verein KlinikClowns Bayern e.V. unterwegs. Die „Visiten“ der professionellen KlinikClowns in ganz Bayern werden über Spenden über den Verein finanziert.