April, April!!

Bald ist der 1. April.

Kennst du den „Aprilscherz“? Dazu sagen wir auch „in den April schicken“!

Dabei ist es üblich, andere „an der Nase herum zu führen“. Das bedeutet: jemand erzählt oder zeigt etwas, was gar nicht stimmt. Einige Menschen versuchen auch, andere Menschen mit kleinen Streichen reinzulegen. So kannst du zum Beispiel alle Uhren eine halbe Stunde vorstellen. Damit die andere Person merkt, dass du einen Scherz gemacht hast, rufst du dann „April, April!“. Die andere Person merkt dann schnell: „OH NEIN!! Ich wurde reingelegt!“

Aber woher kommt der Brauch, am 1. April anderen einen Streich zu spielen?

Vor über 400 Jahren, nämlich 1618, hat man in Bayern zum ersten Mal davon gesprochen, jemand in den April zu schicken.

Was genau aber der Auslöser für die Aprilscherze war, weiß keiner genau. Es gibt mehrere Ideen – hier kannst du 2 davon lesen:

 

1. Änderung des Kalenders in Frankreich:

Karl IX (IX= lateinisch für „9“, also Karl, der 9.) änderte 1564 in Frankreich den Kalender. Er hat entschieden, dass das neue Jahr nicht mehr am 1. April anfängt, sondern am 1. Januar. Manche Leute haben dies aber nicht gewusst und – wie immer – am 1. April das neue Jahr gefeiert. Deshalb wurden sie von den anderen Leuten ausgelacht.

Andere Leute machten sich einen Spaß und verschickten eine Einladung zum Neujahrsfest am 1. April. Es gab damals noch keine Zeitung. Deshalb wussten viele Leute nicht, dass das neue Jahr nun am 1. Januar anfängt. Sie glaubten also das, was in der Einladung stand. Sie gingen am 1. April zur Feier. Dort wurden sie ausgelacht, denn es gab keine Feier.

So soll der Aprilscherz entstanden sein. Man hat an diesem Tag anderen etwas erzählt, was dann gar nicht gestimmt hat!

2. Augsburger Reichstag:

Augsburger Reichstage: früher trafen sich Kaiser, Fürsten und andere wichtige Männer in Augsburg. Diese Tage hießen die Augsburger Reichstage. Beim Augsburger Reichstag 1530 war für den nächsten 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgemacht. Man wollte man über Geld im Land sprechen und das Münzwesen neu regeln. Darum haben viele Leute auf diesen Tag gehofft und um Geld gewettet. Das heißt „spekulieren“. Leider fiel der Münztag aber aus. So verloren die Spekulanten ihr Geld. Diese Leute wurden deshalb von den anderen Menschen ausgelacht.

Hier ein paar Ideen für Aprilscherze:

  • An einer roten Ampel: Zeige einem Autofahrer durch Gesten, dass er einen platten Reifen hat.
  • Zuhause: Programmiere im Fernseher die Programme neu. Deine Eltern werden sich wundern, wenn sie die Programme nicht mehr finden
  • Zuhause: Gib in den Zuckerstreuer Salz rein. Der nächste Kaffee schmeckt deinen Eltern bestimmt gut 😉 !
  • In der Schule: Tauscht mit einer anderen Klasse das Zimmer. Eure Lehrkraft wird denken, dass sie ins falsche Klassenzimmer gegangen ist.
  • Unter Freunden: Sag, dass dein Freund einen Fleck auf dem T-Shirt hat oder sein Schuhband auf ist. Er wird hinsehen. Dann kannst du „April, April!“ rufen.

Hast du auch schon einmal jemand in den April geschickt oder hast du eine gute Ideen für einen Aprilscherz?

Dann schreib uns doch unter: info@buntesblatt.de

Wir freuen uns auf deine Ideen!

Text: Martina; Bilder: pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

17 − 14 =